Do-It-Yourself-Gottesdienst, 21.03.2021

Anleitung für einen Do-It-Yourself-Gottesdienst zu Hause

5.Sonntag der Fastenzeit LJB, 21. März 2021
Hiltrud Beckenkamp, Gemeindereferentin

Vorbemerkung

Der Vorschlag bietet ihnen Ideen und Impulse, die sie komplett nutzen können oder sie können manches weglassen und/oder vertraute Lieder, Rituale, Gebete einfügen. Sie sind die Experten für ihre Familie und sie wissen, was die Kinder brauchen, was sie trägt oder hält. Vertrauen sie auf sich!

  • Sucht euch zu Hause ein Platz an dem ihr euch wohlfühlt: am Esstisch, auf der Couch, im Sitzkreis auf dem Boden oder auf dem Teppich, einfach euer Lieblingsplatz.
  • Stellt euch eine Kerze (am besten in einem Windlicht) oder ein Teelicht im Glas und Streichhölzer oder Feuerzeug zurecht.
  • Was braucht ihr sonst noch: gelbes Tuch oder Serviette für die Mitte, 2 längere Streifen braunes Papier Bild von Weizenkörnern oder Weizenkörner, Bild von Ähren oder echte Ähren (Bilder sind am Ende der Datei)
  • Hier können Sie sich die Texte herunterladen:
    Do-It-Yourself-Gottesdienst

Nun kann es losgehen:

Kerze in die Mitte stellen und entzünden, dazu machen wir das Kreuzzeichen und sprechen:
Wir beginnen unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Wo zwei oder drei (https://www.youtube.com/watch?v=PEQleRjd7u8)

    

Gemeinsam Ankommen

In die Mitte legen wir das gelbe Tuch.

Wir haben eine schöne Farbe in unserer Mitte.
Gelb ist die Farbe der Sonne. Fallen Euch noch andere Dinge ein, die diese Farbe haben?

Die Kinder antworten: Blumen, Stifte, Banane, …
Wenn der Begriff Getreide oder Weizenkörner nicht fällt, ergänzen die Erwachsenen.
Zwei braune Papierstreifen, werden in Kreuzform auf das Tuch gelegt.

Gebet:   Herr, unser Gott. Dein Sohn Jesus hat mit den Menschen gelebt. Durch ihn hast Du uns Leben, Liebe und Glauben gezeigt. Lass uns in seiner Liebe bleiben und aus ihr leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen  

Hinführung

Jesus geht mit seinen Freunden, den Jüngern von Dorf zu Dorf. Er heilt und er erzählt den Menschen von Gott. Eines Tages sind sie unterwegs und kommen an einem Weizenfeld vorbei. Das Korn ist reif.

Ein Bild mit Ähren (echte Ähren wären super!) wird an das obere Ende des Kreuzes“ gelegt.

Jesus bleibt stehen. Er nimmt vorsichtig eine Ähre in die Hand und holt ein einzelnes Korn heraus.
Die Jünger kommen dazu und schauen ihm zu. Einer fragt: Was machst Du da?
Jesus antwortet: Schaut Euch mal das Korn an.

Zeigt das Bild mit den Körnern, wenn ihr Körner habt, gebt jedem ein Weizenkorn in die Hand.
Wir nehmen das Korn in die Hand und verbergen es dort. Wir schließen unsere Hand fest um das Korn.

Das Korn sät der Bauer in die Erde. Es liegt dort gut verborgen, damit kein Vogel es sieht.
Das Korn liegt ruhig in der Erde. Die Erde ist warm. Manchmal ist sie feucht, wenn es geregnet hat.

Wir spielen mit der anderen Hand, wie der Regen auf die Erde (auf die Hand mit dem Korn) fällt.

Dann wird es wieder trocken. Die Sonne scheint auf die Erde.

Die Hand streichelt über die andere.

Die äußere Haut des Korns wird weich. Die Wurzel beginnt zu wachsen.

Die Faust öffnet sich mit zwei Fingern nach unten.

Erstes Grün erscheint.

Das Korn wird mit der anderen Hand aus der Faust genommen und dann solange nach oben geschoben, bis der Ellbogen auf der Faust steht.

Er dauert eine lange Zeit. Es regnet und es scheint die Sonne. Der Wind bläst über das Land.

Wir blasen wie der Wind und lassen den Arm hin und her schaukeln.

Die Körner werden groß. Die grüne Ähre wird gelb. Das Korn wird reif.
Der Bauer kommt. Er erntet.

Die Körner werden wieder zurück in die Schale gelegt.
Die Körner oder das Bild der Körner werden danach auf das Tuch unten an das Kreuz gestellt.

Evangelium

Immer wieder kommen Menschen von überall her und wollen zu Jesus. Sie haben von seinen großen Taten gehört und wollen ihn jetzt sehen, dicht bei ihm sein und dabei sein, wenn er heilt. Jesu Worte haben Kraft und Macht.
Einmal kamen Fremde zu Philippus, einem Jünger von Jesus und sagten: „Herr, wir möchten Jesus sehen.“ Philippus ging zu Andreas und zusammen gingen sie zu Jesus und erzählten ihm von der Bitte der Fremden. Jesus antwortete:
„Jetzt ist die Stunde gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird.“
Die beiden Jünger verstanden Jesus nicht. Was meinte er damit? Sollte jetzt die Herrlichkeit, ein Glanz und Leuchten über Jesus kommen? Und alle würden rufen: Jesus, du bist groß und wunderbar.
Da sagte Jesus: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht!“

Gespräch zum Evangelium – Deutung

Wir hören im Evangelium, dass Jesus auf dem Weg nach Jerusalem ist. Viele Menschen haben von seinen Taten und Wundern gehört und möchten ihn sehen. Sogar Menschen von weit her, aus der Fremde!
Als er dann mit seinen Jüngern spricht, sagt er: „Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird.“ Das klingt für die Jünger nach Ruhm und Anerkennung. Wer möchte da nicht dabei sein, denken die Jünger.

Aber dann sagt Jesus: „Wenn das Weizenkorn nicht auf die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ Die Jünger verstehen jetzt Jesus nicht mehr. Erst spricht er von verherrlichen und dann vom Korn und dem Sterben.

Damit möchte Jesus seine Freunde auf das vorbereiten, was in Jerusalem kommen wird: seine Verhaftung und seinen Tod am Kreuz. Und auch auf seine Auferstehung: „Wenn es (das Weizenkorn) aber stirbt, bringt es reiche Frucht!“ Jesus vergleicht sich mit einem Weizenkorn.
Denn nach seinem Tod kommt neues Leben, der Tod hat keine Kraft mehr. Es wächst neue Fülle. Gott macht alles gut. Das möchte Jeus den Jüngern damals erklären und uns heute.
Es will uns auch

Fürbitten:

Wir dürfen zu Gott, unserem Vater mit all unseren Anliegen, Bitten und Dank kommen
Jede/r der möchte erzählt Gott was ihn bedrückt oder was ihm schwerfällt oder für wen man besonders um Gottes Schutz bittet oder wofür man besonders Dank sagen will.

Zum Abschluss beten wir zusammen das Vater unser
Das Gebet, dass Jesus uns selbst beigebracht hat, dafür geben wir uns die Hände und bilden einen Kreis um die Mitte mit der Kerze:

„Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Abschließen kann man den Gottesdienst mit einem Segen:
Dass wir aus Gottes Kraft und aus Gottes Mitte heraus leben können, dazu segne uns der allmächtige Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Schlusslied: Und ein neuer Morgen (Herr, du bist die Hoffnung)

  1. Herr/Gott, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt, auf steinigem Grund wachse in mir,
    sei keimender Same, sei sicherer Ort, treib Knospen und blühe in mir.
    Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde an in einem neuen Tag, blühe in mir.
  2. Herr, du bist die Güte, wo Liebe zerbricht, in kalter Zeit, atme in mir
    sei zündender Funke, sei wärmendes Licht, sei Flamme und brenne in mir.
    Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde an in einem neuen Tag, brenne in mir.
  3. Herr, du bist die Freude, wo Lachen erstickt, in dunkler Welt, lebe in mir,
    sei froher Gedanke, sei tröstender Blick, sei Stimme und singe in mir.
    Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde an in einem neuen Tag, singe in mir.
      

Seid behütet, bleibt gesund. Es grüßt Euch
Eure Gemeindereferentin Hiltrud Beckenkamp