Pfarrbrief zu Erntedank 2017

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Pfarrbrief zu Erntedank 2017 als PDF

Die Texte einiger Artikel und Informationen aus dem aktuellen Pfarrbrief finden Sie im Folgenden. Alle Artikel mit ansprechenden Illustrationen finden Sie in der PDF-Version. Klicken Sie zum Öffnen oder Herunterladen auf den oben stehenden Link.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Jahr 2017 geht in sein letztes Quartal, sozusagen auf die Zielgerade. Abgesehen von den politischen Ereignissen und allem, was sich in unserer Gemeinde zugetragen hat, steht für mich dieses Jahr vor allem im Zeichen des Reformationsjubiläums. Zum fünfhundertsten Mal jährt sich am 31. Oktober die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther verfasst hatte, um eine Diskussion über den Reformbedarf der Kirche anzustoßen.
Papst Leo X. wollte den Disput beenden, man versuchte, Luther zunächst mundtot zu machen. Als das nichts half, trachtete man ihm wirklich nach dem Leben.
Als dann auch noch verschiedene politische und finanzielle Interessen mit den kirchlichen Fragen vermengt wurden, war die Spaltung nicht mehr aufzuhalten.
Ihren traurigen Tiefpunkt erreichte diese Geschichte im dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648). Im großen Bruderkrieg der Christen wurde halb Europa verwüstet, geplündert und gebrandschatzt. Durch Gewalt, Hunger und Seuchen starben in den am stärksten betroffenen Gegenden des deutschen Reiches 70 Prozent der Bevölkerung. Im Vorfeld dieses Festjahres wurde gefragt, ob man ein solches Jubiläum überhaupt feiern könne.
Ich finde, man kann. Natürlich nicht die Spaltung, die ist ein Skandal, der unser aller Glaubwürdigkeit als Christen beeinträchtigt.
Was wir feiern können, ist der Weg, den die westliche Christenheit seit dem westfälischen Frieden (1648) gegangen ist.
Aus Hass und Verfolgung wurde nach und nach „bloße“ Ablehnung und Ausgrenzung, bis weit hinein in das letzte Jahrhundert.
Noch das Jubiläum zum 400. Jahrestag 1917 war eine rein protestantische Angelegenheit, man wollte nichts miteinander zu tun haben.
Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bewegen wir uns stark aufeinander zu. Theologenkommissionen beider Kirchen haben die Streitpunkte untersucht und in vielen Fällen eine Einigung erzielen können.
Gegenseitige Anerkennung der Kirchen ist seit dem zweiten Vatikanischen Konzil möglich und auf Gemeindeebene wird vielfach zusammengearbeitet. Dieser Pfarrbrief enthält einige Berichte darüber.
Diese Entwicklung muss auch deshalb gefeiert werden, weil sie nicht unumkehrbar ist. Konservative Kreise versuchen in den letzten Jahren verstärkt, sie zu bremsen, wenn nicht sogar umzukehren.
Wir brauchen das Reformationsjubiläum, damit wir uns der immer noch vorhandenen Spaltung neu bewusst werden und uns mit neuer Energie daran machen, sie zu überwinden.

Mit herzlichen Grüßen
Br. Martin Kleespies, Pfr.
Martin Kleespies

 

Unser neuer Bischof Dr. Peter Kohlgraf

Bild Peter Kohlgraf

Das Warten hat ein Ende, seit dem 27. August haben wir einen neuen Bischof! Dr. Peter Kohlgraf ist der 88. Nachfolger des Hl. Bonifatius als Bischof von Mainz und damit Seelsorger von ca. 750 000 Katholiken, die in 303 Pfarreien leben. Gerade mal 50 Jahre alt, ist er der jüngste deutsche Bischof.
Nach seinem Theologiestudium in Bonn besuchte er in seiner Geburtsstadt Köln das Priesterseminar und wurde dort durch Kardinal Meisner zum Priester geweiht. Im Jahr 2000 folgte seine Promotion und 2010 seine Habilitation. Seit 2013 hat er eine Professur für Pastoraltheologie an der Katholischen Hochschule in Mainz inne. Als Seelsorger wirkte Dr. Peter Kohlgraf als Kaplan in Euskirchen und als Stadtgruppenkaplan der Katholischen Studierenden Jugend in Bonn, als Pfarrvikar in der Pfarrgruppe Wörrstadt und als Schulseelsorger und Religionslehrer an verschiedenen Schulen in Bonn und Neuss.
Sein Leben und Werden ist eng mit dem Rhein verknüpft. Dies aufgreifend zieren sein bischöfliches Wappen Wellen, die den Rhein repräsentieren. Sein Wahlspruch „Appropinquavit regnum dei“ – „Das Reich Gottes ist nahe gekommen“ aus dem Lukas– evangelium ziert sein bischöfliches Wappen und die Rückseite seines Bischofskreuzes.
Damit liegt ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, die Botschaft am Herzen, dass Gott uns nahe ist.
Bischof Peters gesetztes Ziel ist es, dass der Mensch Peter und der Bischof Peter eins sind und nicht Gegensätze. Er möchte kein Einzelkämpfer in seinem neuen Amt sein, sondern andere für gemeinsame Ziele begeistern. „Zwischen Bistum und Gemeindemitgliedern [wünscht er sich] einen Umgang, der von Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist.“ Wir freuen uns auf diesen Bischof auf Augenhöhe. Herzlich willkommen, Bischof Peter!

Nicole Averbeck

 

St. Bonifatius Green – Team

Beim Erntedank 2016 haben wir die Idee vorgestellt, unseren Gemeindegarten mit eigenen Kräften in Ordnung zu halten. Seit dieser Zeit kamen wiederholt größere und kleinere Gruppen zusammen, um die Idee umzusetzen. Es wurde viel geschnibbelt, gehackt, gegraben, Unkraut gejätet, endlos gehäckselt, erzählt und natürlich auch gelacht. So füllten sich gar viele Anhänger mit Grünschnitt. Ein Dank an dieser Stelle sei denjenigen, die ganz lautlos und verlässlich dafür sorgen, dass der Anhänger immer geleert wird, sich stets in einem technisch einwandfreien Zustand befindet und einen gültigen TÜV-Stempel hat. Durch die kontinuierlichen Arbeiten und Treffen in kürzeren Abständen nähern wir uns einem Zustand, in dem das Unkraut nicht schneller nachwächst als es entfernt wird. Damit das so bleibt, sind weitere Einsätze in nächster Zeit geplant. Die Termine sind auf verschiedene Wochentage sowie Vormittage und Nachmittage verteilt, damit hoffen wir, dass möglichst viele irgendwann mitmachen können. Wir treffen uns immer auf dem Gelände der Hl. Geist Kirche in Seeheim und arbeiten meist 3 bis 4 Stunden. Auch für die, die erst später kommen und/ oder nur kürzer bleiben können, gibt es genug zu tun.
Inzwischen kennen wir das Gelände ganz gut und haben auch die eine oder andere Stelle ausgemacht, wo wir etwas einpflanzen könnten. Interessant wären pflegeleichte Stauden, z.B. Funkien, oder auch Bodendecker. Vielleicht gibt es in den häuslichen Gärten Ableger, die über sind und in unserem Kirchengarten ein Schmuckstück werden können. Einfach zu einem der Termine bringen und vielleicht selbst einpflanzen oder uns wissen lassen, dass Pflanzgut für das Kirchengelände zur Verfügung steht. Wir freuen uns auf gemeinsame Stunden in Gottes freier Natur rund um Hl. Geist.

Luise Spiske

Kontakt: Luise Spiske
0 62 57 / 8 18 05 oder 0 162-6 13 47 27
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

nächste Termine:

  • Montag, 25. Sept. 10:00 Uhr
  • Samstag, 7. Okt. 10:00 Uhr
  • Dienstag, 10. Okt. 10:00 Uhr
  • Donnerstag, 19. Okt. 14:00 Uhr
  • Montag, 23. Okt. 10:00 Uhr
  • Samstag, 4. Nov. 10:00 Uhr

 

Neue Mitarbeiterin im Pastoralen Dienst

Sicher kennen mich viele von Ihnen schon als Kommunionhelferin, Mitglied des PGR oder als Religionslehrerin aus dem Schuldorf. Mein Name ist Angelika Franz, ich bin 49 Jahre alt und lebe seit 2012 in der Gemeinde. Seit dem 1. Juli absolviere ich in unserer Gemeinde ein Praktikum als pastorale Mitarbeiterin, um später hier oder in einer anderen Pfarrei wirken zu können.
Aufgewachsen bin ich in Raunheim, wo meine Oma mich anfangs immer mit in die Kirche genommen hat. Die Kirchen heißen dort ebenfalls St. Bonifatius und Heilig Geist, was für mich eine besondere Fügung Gottes ist. Zum Studium zog ich nach Mainz und anschließend nach Ingelheim, wo ich über 20 Jahre gelebt habe.
Ich habe drei erwachsene Töchter, von denen die Jüngste mit mir zusammen lebt. In meiner Freizeit lese ich viel, unternehme etwas mit meinem Patenkind und widme mich kreativen Tätigkeiten wie Schmuckherstellung, Basteln oder Stricken.
Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Aufgaben, neue Herausforderungen und die Kontakte, Gespräche und Zusammenarbeit mit Ihnen.

Angelika Franz

 

„Die Freude am Herrn ist eure Stärke“

(Neh 8,10)

Am 19. August wurde Andreas Backert, geb. Vaerst, von Prälat Dietmar Giebelmann im Dom zu Mainz zum Dienst als Pastoralreferent beauftragt und gesendet.
In unserer Gemeinde aufgewachsen, war Andreas viele Jahre als Messdiener, Pfadfinder und Scholaleiter aktiv.
Nach dem Zivildienst in unserer Pfarrei ist er zum Studium der Theologie nach Mainz gegangen. Nach Abschluss seiner Ausbildung wird er nun als Pastoralreferent im Pfarreienverbund Darmstadt-Innenstadt und in der Krankenhausseelsorge arbeiten.
Eine wichtige Frage für ihn ist: „Wie können Haupt- und Ehrenamtliche in Zukunft die Nachfolge Jesu leben, sich von seiner Botschaft anstecken lassen und andere damit anstecken. Kirche kann nur ausstrahlen, wenn wir mit Freude tun, was wir tun.“

Unsere Pfarrgemeinde gratuliert Andreas sehr herzlich zu seiner Sendung und wünscht ihm viel Freude und Gottes Segen bei der Arbeit im Weinberg des Herrn.

Ursula Haas, Gem. Ref.

 

Dekanatsminitag 2017

Am 18. März trafen sich ca. 130 Minis in St. Stephan in Griesheim um viele Spiele, Rätsel und vor allem viel Spaß zusammen zu haben.
Aus unserer Gemeinde fuhren Alicia, Tom, Naemi, Marlene und Frau Festag als Minis und Leiter zu diesem Tag. Dieses Mal stand der Dekanatsminitag unter dem Motto „H2O – Plötzlich Leben“ und war zum ersten Mal mit einer Spendenaktion verbunden. Zum Beispiel gab es ein Taufmemory, ein Wasserrätsel und ein Kenia-Puzzle – wir spielten um Wasser.
Um das Wasser zu gewinnen, musste man so viele Fragen wie möglich richtig beantworten. Wenn man alle Fragen richtig beantwortete, bekam man 2 Liter Wasser und wenn nicht, dann bekam man weniger Wasser. Das Wasser wurde nach jeder Spielrunde in ein großes Fass in der Kirche geleert. So konnten wir sehen, wie der Wasserstand im Fass immer höher wurde. Zwischen drin gab es zwei Pausen zur Stärkung mit Mittagessen und Kuchen.
Am Ende des Tages gab es einen Gottesdienst, in dem verkündete das Dekanatsminitagteam, dass wir alle (10 Gruppen) 140 l Wasser erspielt hatten. Dies bedeutet, dass wir – dank unserer Spenderinnen und Spender – insgesamt 4786 ¤ für Kenia erspielt und gesammelt haben.
Dieses Geld geht nun über die Sternsingeraktion direkt nach Kenia und wird dort für die Reinigung von Wasser und den Brunnenbau verwendet.

Vielen herzlichen Dank an unsere Spender!

Marlene Averbeck und Ute Festag

 

Messdienerfreizeit nach Rom

Vom 2.–7. Juli 2017 sind wir, sieben ältere Messdiener, mit Martin Kleespies und Ute Festag nach Rom gefahren. Am Sonntag sind wir nach dem Gottesdienst mit dem Boni-Bus in Richtung Mailand aufgebrochen, wo wir übernachtet haben. Am nächsten Tag ging unsere lustige Fahrt weiter nach Rom. In dieser Woche haben wir viel in Rom erlebt: Besichtigung von Petersdom, Katakomben, Vatikanischen Museen, Kolosseum...
Unser Pfarrer kennt sich sehr gut in Rom aus und hat uns auch die Kirche gezeigt, in der er zum Priester geweiht wurde!
Auch unsere Unterkunft passte gut zu einer Messdienerfreizeit, denn wir haben in einem zum Teil noch bewohnten Kloster gewohnt, mit einem tollen Blick auf Rom!
Insgesamt war diese gemeinsame Woche für alle ein besonderes Erlebnis. Sehr schön waren auch die vielen intensiven Gespräche miteinander, durch die wir uns besser kennengelernt haben. Wir sind zu einer tollen Gruppe zusammen gewachsen und hatten gemeinsam viel Spaß!
Ein großes Dankeschön an Martin Kleespies, Ute Festag und auch an unsere Gemeinde, dass sie uns diese tolle Fahrt nach Rom ermöglicht haben!

Julia Bruns

 

Pfadfinder „Ulrich von Münzenberg“:

Sommerlager in Holland

Dieses Sommerlager verbrachten die Jugenheimer Pfadfinder des Stammes „Ulrich von Münzenberg“ in Holland in der Nähe von Zandvoort auf dem Zeltplatz Het Naaldenveld, der wie der Name schon klingt aus Nadelwald besteht. Das ermöglichte ihnen, dieses Jahr ein sehr großes Lager aufzubauen.
Direkt nebenan in den Dünen waren zwei Nationalparks, in denen die Pfadfinder viel über Flora und Fauna entdecken konnten.
Das gute Wetter ermöglichte mehrere Tage am Strand und eine Bootstour durch Amsterdams Grachten.
Auch die Abende mit Lagerfeuer, Singen und Spielen kamen nicht zu kurz und fanden ihre Krönung im Bunten Abend mit vorherigem Wortgottesdienst und Versprechensfeier.
Am Gruppentag konnte sich jede Gruppe selber überlegen, was sie machen wollen. So ging es für die ‚Geckos’ zu einem Abenteuerspielplatz, die ‚Alligatoren’ machten eine Fahrradtour und die ‚Kobras’ bauten im Lager einen Eingangstorbogen mit Plattform.

Der Höhepunkt des Programmes war das Selbermachen von Käse und das Bemalen von Holzschuhen auf einem altniederländischen Gutshof.
Zwischen Wandern, Spielen und gemütlichem Beisammensein hatte Langeweile keinen Platz und die zwei Wochen neigten sich viel zu schnell dem Ende zu.

Bilder vom Sommerlager finden Sie auf dpsg-jugenheim.de.

Birte Kurth

 

Stamm St. Bonifatius:

Wölflingsfahrt ins Hexenhaus 19.–21. Mai 2017

Auch in diesem Jahr war es mal wieder soweit, das allseits beliebte Hexenhaus im Schwarzwald mit den Kleinsten unserer Pfadfindergruppe – den Wölflingen – zu besuchen.
Nach langer Vorfreude und einigen Vorbereitungen ging es am Freitag Nachmittag endlich los. Leider gab es genau zur verabredeten Zeit ein heftiges Gewitter, so dass wir beim Einpacken des Gepäcks ein wenig getauft wurden. Trotzdem konnten wir noch unser Abschiedslied mit den Eltern auf dem Parkplatz singen und den ein oder anderen Kuchen als „Spende“ entgegennehmen.
Auf der Autobahn war es dann erwartungsgemäß auch recht voll und die Hinfahrt dauerte etwas länger als geplant. Das hatte aber den entscheidenden Vorteil, dass der Regen aufgehört hatte und sogar noch ein bisschen die Abendsonne herauskam als wir endlich da waren. Flugs trugen wir all unser Gepäck den Hang zum Haus hinauf und während Benny sich um die Vorbereitung des Abendessens kümmerte, bezogen die Wölflinge und einige mitgekommene Jufis schon mal ihre Zimmer.
Das Bettenbeziehen mit richtigen Laken und Bettbezügen gehört zum pädagogischen Programm und auch die Kleinsten lernen hier schon von den Größeren wie es geht – auch wenn sie manchmal komplett im Bettbezug verschwinden, ehe dieser schließlich um die Decke gehüllt werden kann.
An diesem Wochenende stand für uns das Miteinander als Pfadfinder im Vordergrund. Das heißt, wir wollten gemeinsam Singen, Essen und auch das Beten nicht vergessen. Dazu hatte Siegfried einige Lieder und Texte vorbereitet, die am Tisch und am Lagerfeuer zum Einsatz kamen. Besonders die lustigen Lieder machten den Wölflingen viel Freude, wer schon mal dabei war, kannte das ein oder andere schon und alle sangen fleißig mit. Auch die echten Pfadfinderlieder kamen nicht zu kurz. Und so schmetterten wir alle das Lilienbanner bis die Sonne unterging.
Am nächsten Tag stand dann die obligatorische Wanderung in der Wilden Rench auf dem Programm. Wir wanderten zunächst zum Oberlauf, um dort dann ins Bachbett abzusteigen und von Stein zu Stein den Fluss hinauf zu springen. Natürlich blieb der ein oder andere nasse Fuß nicht aus, aber der Spaß war wie immer riesengroß und der Stolz, es doch irgendwie geschafft zu haben…
Zurück am Haus gabs eine Stärkung mit Kuchen und Saft und wer noch nicht ganz müde war, ging hinauf in die „Mine“ hinterm Haus oder zur Tischtennisplatte zum „Rundlauf“.
Nach dem Abendessen am Lagerfeuer begaben wir uns dann auf eine Fackelwanderung, wobei der verantwortungsvolle Umgang mit Fackeln geübt werden sollte.... Die Prozession der Fackeln war wirklich zu schön anzusehen und alle waren froh, dass ihnen kein Wö die Haare oder die Jacke angesengt hatte. Als wir nach ca. 1 Stunde wohlbehalten zurück waren, entzündeten wir mit den Fackeln das Lagerfeuer neu und sangen die schönsten Lieder, die dann zusammen mit den lodernden Funken sternenwärts in den Nachthimmel entschwanden.
Sonntag: Schon hieß es wieder Abschied nehmen… Aber nicht ohne vorher noch die Mine weiter auszubauen und zu befestigen! Während die Wös also in der Mine schufteten, mussten die Älteren das Haus putzen. Ab Jufi Stufe gehört das ebenso zum pädagogischen Programm. Nach dem Packen und einem letzten oberleckeren Mittagessen ging es dann wieder nach Hause – Tschüss bis zum nächsten Mal im Hexenhaus…

Alexander und Sven-Jannik

 

Von Haien, Flamingos, Spinnen und Wölfen -

Sommerlager 2017

Alle zwei Jahre findet beim DPSG Seeheim ein Stammeslager statt. Wie immer gab es auch 2017 einen Pioniertrupp, der einige Tage früher gefahren ist, um das Lager aufzubauen. Dementsprechend konnte dann drei Tage später der Haupttrupp entspannt eintreffen. Das Motto des Lagers war: Tierisch wild. Dementsprechend hatte jedes Zelt die Möglichkeit, sich ein Gruppentier auszudenken. Dabei waren alle sehr kreativ. Von Haien bis Flamingos, Spinnen und Wölfen war alles mit dabei.
Ein besonderes Ereignis war die Rallye um den See. Insgesamt sieben Stationen gab es die vor allem den jüngeren Pfadfindern großen Spaß bereitet haben. Große Freude gab es außerdem auch zwischendurch, da man mehrmals die Möglichkeit hatte, sich bei dem doch sehr warmen Wetter im See abzukühlen. Der Abend wurde mit einem entspannten Beisammensein am Lagerfeuer beendet. Ein weiteres Highlight war auf jeden Fall der Workshop-Tag. Batiken, Malen, Kochen und vieles mehr war ein großer Spaß für alle. Am nächsten Tag gab es viele, die sich über ein neues gebatiktes TShirt, Bettlaken, Kleider und vieles mehr freuen konnten. Es folgte der Stufentag, an dem – wie der Name bereits sagt – jede Stufe etwas für sich unternommen hat. Das Programm war vielseitig. Es gab sogar eine Fahrradrikscha. Während die Wölflinge und die Jufis damit einen Ausflug nach Gunzenhausen unternahmen, machten die Rover eine Tour um den See. Eine große Pizzatorte wurde im Dutchoven über dem Feuer gebacken; die Pfadis gingen Minigolf spielen. Am Abend trafen alle Gruppen wieder im Lager ein und tauschten sich über ihre Erlebnisse des Tages aus. Oftmals gab es nachmittags, wenn das Programm beendet war, noch kleine Touren zu dem großen Spielplatz, direkt neben dem Zeltplatz oder man ging eine Runde zum See. Vor allem die jüngeren Pfadfinder hatten dort großen Spaß beim Planschen, Sandburgenbauen und Schwimmen. Es folgte der Hike, auf den alle sehr gespannt waren. Während die Jüngsten abends wieder im Lager eintrafen, übernachteten die Älteren unterwegs. Es gab wie immer die Möglichkeit, das Banner zu stehlen und somit als Sieger hervorzugehen.
Jeden Tag gab es sowohl eine Morgen- als auch eine Abendrunde. Diese wurde zweimal ersetzt durch das Versprechen und einen Gottesdienst am Sonntag. Der Gottesdienst am Sonntag war sehr entspannt und alle hatten viel Freude beim gemeinsamen Singen und Beten. Den Tag darauf war dann das große Versprechen, auf das alle Mitglieder die ganze Woche schon von einem Versprechensteam vorbereitet wurden. Alle waren sehr aufgeregt aber gleichzeitig auch voller Freude. Nach jeder Altersstufe wurde ein Lied gesungen und man wünschte sich „Gut Pfad“. Dann war es auch schon wieder soweit: der letzte Abend war da. Hier fand die Umstufung statt. Zwar wurden dieses Jahr nur zwei Wölflinge hochgestuft, das änderte aber nichts. Alle hatten Spaß und feuerten die zwei Kandidaten an.
Am nächsten Morgen gab es dann noch eine Abschiedsrunde und das Lager wurde in verschiedenen Gruppen (Bus und Bahn) verlassen.
Wie immer war es ein sehr gelungenes Stammeslager, dieses Mal mit einigen Extras wie einem Lagerkiosk und auch einer Lagerzeitung.

Alle freuen sich schon auf das nächste Stammeslager 2019.

Clara Debus

 

Open-Air-Dialog mit Gott:

Überkonfessioneller Gottesdienst am Erlensee

Nach dem Ende der „Volksfestära“ in der Bachgasse musste der Arbeitskreis Christen in Bickenbach-CiB sich einen neuen Ort für seinen jährlichen konfessionsübergreifenden Gottesdienst im Freien suchen. So fand am 11. Juni 2017 bereits zum dritten Mal am Erlensee ein Freiluft- Gottesdienst statt. Bei herrlichem Wetter, kräftig unterstützt vom Bläserkreis des CVJM Eberstadt/Bickenbach schallten die Lieder und Gebete vom Sandstrand über den See empor. Dreidimensi o na l e , mannshohe Holzkreuze, die zu Beginn des Gottesdienstes als Symbol der Trennung sperrig herumlagen, wurden im Gottesdienst aufgerichtet und so zum versöhnenden Zeichen, dass alle Christen gemeinsam unter dem Kreuz, dem Grund der Hoffnung, stehen. Pfarrerin Andrea Thiemann von der evangelischen Kirche ermutigte in Ihrer Predigt die Christen der verschiedenen Kirchengemeinden, die Unterschiede der Konfessionen zu ertragen und darüber im Dialog zu bleiben, der im Sinne des jüdischen Philosophen Martin Buber nur dann zur wirklichen Begegnung führen kann, wenn er ohne Vorurteile und Arroganz geführt wird. Der Arbeitskreis CiB, der von Mitgliedern der evangelischen und katholischen Kirche sowie der Baptistengemeinde getragen wird, besteht seit 25 Jahren. Als Überraschungsgeschenk wurde der Gruppe ein Eisgutschein über 25 Bällchen Eis überreicht.
Dafür herzlichen Dank, der auch allen gilt, die am Gottesdienst mitgewirkt haben. Möge das Eis zwischen den Konfessionen weiter schmelzen!

Wolfgang Krichbaum

 

Bericht aus der Koordinatorenstelle
in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe

Durch zahlreiche Spenden der Gemeindemitglieder der Kirchengemeinden in Seeheim-Jugenheim war vor gut einem Jahr die Besetzung einer zusätzlichen Stelle in der Flüchtlingshilfe möglich geworden. Dienstlich angegliedert ist diese Stelle beim Fachbereich 2 der Gemeinde Seeheim- Jugenheim. Sie dient im Wesentlichen als Anlaufstelle für die zahlreichen engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie als Verbindungsglied zwischen dem Helferkreis Asyl und der Verwaltung.
Neben zahlreichen persönlich geführten Gesprächen, Telefonaten und EMails – mit den Helferinnen und Helfern des Helferkreises ebenso wie mit den Geflüchteten selbst – wurde die Unterstützung und Förderung vieler Projekte ermöglicht.
Hierzu zählen z. B. die Teilnahme der geflüchteten Kinder an den Ferienspielen (einschließlich Beantragung Kostenübernahme); das Angebot einer Mutter-Kind-Gruppe des Vereins Mäander e.V. für werdende Mütter und Mütter mit Kindern bis 3 Jahren; die Förderung der Sportvereine, die eine Gesamtfördersumme in Höhe von 10.000,-- Euro für die Flüchtlingsintegration aus dem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ erhalten konnten; ein Schwimmkurs für Flüchtlingskinder; die Spendenübergabe des Lions-Clubs, der Beamer, Flachbildschirm und Leinwand für die Begegnungsstätte, Lindenstraße 10 in Jugenheim, gespendet hat; ebenso die Spende des Schuhhauses Lang, das Sportschuhe für die Flüchtlinge gespendet hat; Public Viewing der Fußball-Europameisterschaft in der Begegnungsstätte; die Kontaktaufnahme zu zahlreichen jungen Flüchtlingen mit dem Ziel sie in der Fördermaßnahme „Wirtschaft integriert“ unterzubringen; eine sehr gut besuchte Informationsveranstaltung des Arbeitsmarktbüros und der Kreisagentur für Beschäftigung in der Begegnungsstätte oder die Organisation der Weihnachtsfeier gemeinsam mit Flüchtlingen und dem Helferkreis.
Aktuell wird die Helferkreis-Liste aktualisiert. Der Helferkreis Asyl freut sich immer über weitere helfende Mitglieder und Interessenten.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei:
Susanne Seemüller,
Koord. Ehrenamtl. Flüchtlingshilfe,
Tel.: 06257-990-283
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Flüchtlingshilfe: Neue Herausforderungen

Rückblick auf zwei Jahre Spendenaktion und Ausblick

Es war ein milder Frühsommertag, als die fünfköpfige syrische Familie sich vehement weigerte, das Zimmer im Balkhäuser Tal zu beziehen. Da halfen weder das gute Zureden der Willkommensgruppe noch die Brezeln und der Saft, die zum Empfang bereitstanden. Der Tag endete mit einem syrischen Familienvater in der Notaufnahme des Klinikums, einer Restfamilie im vorbereiteten Zimmer der Gemeinschaftsunterkunft und der Erkenntnis der Helfer, dass die Betreuung der Flüchtlinge, auch von öffentlicher Seite, deutlich verbessert werden muss.

Erst viele Monate später verstanden wir die Ängste der traumatisierten Hilfesuchenden, die meist aus völlig zerstörten Großstädten kamen.
Rückblickend war die Situation, damals mit 35 Flüchtlingen in einer Unterkunft, noch relativ überschaubar. Dennoch gab es viele Anforderungen, wie Schul- und Kindergartenanmeldungen, Arztbesuche, Behördengänge, Deutschkurse, plötzliche Erkrankungen, „Dublinverfahren“ und viele, viele Fragen der Flüchtlinge, die die Helfer an und manchmal auch über ihre Grenzen brachten.
Trotz Mt. 25, 35: Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen, ging es auch innerhalb der Kirchengemeinden nicht viel besser. So blieb zwar die theoretische Einsicht, dass der Zustand mit der Flüchtlingsbetreuung nicht befriedigend ist, praktische Folgen hatte dies vorerst nicht. Als dann die Gemeinde eine halbe Hausmeisterstelle finanzieren konnte, war Andreas Mazik ein Segen für Flüchtlinge und Helfer.
Da sich die Unterkunft im Balkhäuser Tal im Laufe des Jahres 2014 und Anfang 2015 bis zu ihrer Belegungsgrenze von 72 Bewohnern füllte, erwuchs im Arbeitskreis Ökumene die Idee, dem Aufruf des Evangeliums zu folgen und eine Spendenaktion für Sozialarbeiterstunden zu starten.
Beim ökumenischen Gottesdienst auf der Schuldorf-Freilichtbühne im Sommer 2015 wurde für die Finanzierung einer Sozialarbeiterstelle geworben und schnell wurde die herausragende Hilfsbereitschaft der hiesigen Bevölkerung deutlich, die die Erwartungen der Initiatoren bei weitem übertraf. Im August 2015 wurde das ehemalige Seniorenheim „Linde“ in der Mitte Jugenheims als zweite Unterkunft eröffnet, und als im September die beiden Unterkünfte mit etwa 230 Personen nahezu voll belegt waren, wurde ersichtlich, dass die Spendenaktion zu einer halben Sozialarbeiterstelle beitragen würde.
Seit April 2016 gibt Susanne Seemüller dieser Aktion nicht nur ein Gesicht und ihr Herz, sondern auch ihre tatkräftige Unterstützung. Sie kennt viele der Flüchtlinge und die meisten Helfer, denen sie immer ein offenes Ohr, Tipps im Umgang mit Behörden, Ansprechpartner im Jobcenter und Arbeitsamt und vieles mehr schenkt.
Ihre Arbeit hat sich im letzten Jahr gewandelt, seit mehr und mehr die Integration der anerkannten Flüchtlinge in das eigene Wohn- und Arbeitsleben ansteht. Sie ist für alle Beteiligten die Brücke der Kommunikation auf gleicher Augenhöhe, die die Flüchtlingsarbeit hier in der Gemeinde so menschlich und auch besonders macht – wir ziehen an einem Strang für die uns anvertrauten Menschen.
Seit August 2016 kommen nur noch vereinzelt Neuankömmlinge in die Unterkünfte, gehäuft nur dann, wenn eine andere Unterkunft schließt. 75% der Asylbewerber haben mittlerweile ein befristetes Bleiberecht, können sich verständigen und kennen die groben Strukturen des Lebens in Deutschland.
Heute sind ganz andere Probleme und Fragestellungen zu meistern als in der Anfangszeit. Es geht nicht mehr um das Ankommen in einer fremden Kultur, jetzt geht es um die wirkliche Integration, die zunehmend besser gelingt, wenn die Menschen mit Paten vernetzt sind.
Viele ehemalige Flüchtlinge bleiben hier in der Nähe, wo sie Ansprechpartner und Hilfe haben. Sie suchen Wohnungen auf einem nahezu leergefegten Wohnungsmarkt, sie suchen Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsstellen.

Mit diesen neuen Anforderungen hat sich auch die Tätigkeit der Helfer verändert. Nach wie vor ist Susanne Seemüller hier die Ansprechpartnerin für unzählige Fragen der Paten, beim Wohnungs- und Arbeitsmarkt, bei drohender Abschiebung, auch mal bei der Koordination von Veranstaltungen und Festen auf Orts- und Kreisebene. Sie kennt die Paten auf der einen Seite und hat auf der anderen Seite die Kompetenzen für alltägliche Notwendigkeiten und die Zeit, sich in weniger alltägliche Besonderheiten einzuarbeiten.

Wie geht es weiter?

Die Verpflichtungserklärung der Spender war auf zwei Jahre befristet und lief dementsprechend im September 2017 aus. Dank der großen Hilfsbereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Seeheim-Jugenheim sind inzwischen jedoch so viele Spenden zusammengekommen, dass voraussichtlich weitere zwei Jahre des Einsatzes von Frau Seemüller finanziert werden können. Der Arbeitskreis Ökumene, der Helferkreis Asyl und die Flüchtlinge danken allen Unterstützern, dass Ihnen die Aufgabe der Integration so am Herzen liegt.

Monika Müller-Ahlheim und Ralf Sturm

 

-------- Chronik unserer Gemeinde ---------

Das Sakrament der Taufe empfingen:

  • Solea Valentina Seidl
  • Simon Michael Düppre
  • Clara Eva Tonarelli
  • Stella Olivia Tonarelli
  • Anna Aurelia Tonarelli
  • Marlene Franziska Geesje Hoiting
  • Noemi Aurelia Bühring
  • James Colin Hopper
  • Alessio Davide Cuocci
  • Ava Helena Macan
  • Anton Mateo Macan
  • Lea Zoe Zinner
  • Mattia Angelo Rizzuti
  • Theo Livian Werner
  • Celina Winter
  • Helena Maria Victoria Rupp
  • Valentin Vitus Uhlig
  • Tilda Christine Bungert

Das Sakrament der Ehe spendeten sich:

  • Bernardo Spring de Souza und Ann-Kathrin Weyer
  • Thomas Thum und Kathrin Waßmuth
  • Arne Palmhoff und Sabrina Winter
  • Diana Herpel und Christian Worsch

Wir gedenken im Gebet unserer Verstorbenen:

  • Lucia Maria Bormann
  • Ingeborg Zimmermann
  • Theodor Schmidt
  • Helmut Struck
  • Katharina Metzler
  • Ursula Keimp
  • Ervin Karel Fochler
  • Ernst Günter Iser
  • Luis Martinez
  • Heinrich Eberhard
  • Heinrich Elsner
  • Gerda Wolter
  • Brigitte Werr
  • Gertrude Müller-Ahlheim
  • Anna Fischer
  • Kurt Johann Hajek