Pfarrbrief zu Weihnachten 2019

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Pfarrbrief zu Weihnachten 2019 als PDF

Die Texte einiger Artikel und Informationen aus dem aktuellen Pfarrbrief finden Sie im Folgenden. Alle Artikel mit ansprechenden Illustrationen finden Sie in der PDF-Version. Klicken Sie zum Öffnen oder Herunterladen auf den oben stehenden Link.

 

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser,

Die Tiere diskutierten einmal über Weihnachten. Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei. „Na klar, der Gänsebraten“, sagte der Fuchs, „was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten!“ „Schnee“, sagte der Eisbär, „viel Schnee!“ Und er schwärmte verzückt: „Weiße Weihnachten!“ Das Reh sagte: „Ich brauche einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern.“ „Aber nicht so viele Kerzen“, sagte die Eule, „schön schummrig und gemütlich muss es sein. Stimmung ist die Hauptsache.“ „Aber mein neues Kleid muss man sehen“, sagte der Pfau. „Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist es für mich kein Weihnachten.“ „Und Schmuck“, krächzte die Elster, „an jedem Weihnachtsfest kriege ich etwas: Einen Ring, eine Brosche oder eine Kette, das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten.“ „Macht es wie ich“, sagte der Dachs: „Schlafen, schlafen, das ist das Wahre. Weihnachten heißt für mich: Mal richtig schlafen.“ „Und saufen“, ergänzte der Ochse, „mal richtig einen saufen und dann schlafen.“ Aber dann schrie er „Aua!“, denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt: „Du Ochse, denkst du denn nicht an das Kind?“ Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte: „Das Kind, ja, das Kind, das ist doch die Hauptsache.“ „Übrigens“, fragte er dann den Esel: „Wissen das die Menschen eigentlich?“

das Jahr 2019 neigt sich seinem Ende zu. Es war ein Jahr, das für unsere Pfarrgemeinde, ja unser ganzes Bistum den Auftakt setzte für tiefgreifende Veränderungen.
Auch politisch ist einiges geschehen, das manchen vielleicht beunruhigt. Der Brexit, der „Verlust der politischen Mitte“ bei den letzten Landtagswahlen. Jetzt aber steht erst einmal das Weihnachtsfest vor der Tür. Wenn wir hoffentlich alle nach der vorweihnachtlichen Hektik an den „stillen Tagen“ zur Ruhe kommen, können wir dem eigentlichen Sinn dieses ganz besonderen Festes näher kommen. Dazu kann uns diese kleine Geschichte helfen:
Die wirkliche Hauptsache von Weihnachten ist das Kind in der Krippe. Und dieses Kind ist groß geworden zum Christus, zum König der Welt. Es hat angefangen, die Welt zu verändern, Menschen zu verändern. Es ist eine Veränderung, die in alle politischen, kirchlichen und privaten Ereignisse hineinwirken will! Anstelle von Eigennutz, Profitgier und Hass soll die Liebe regieren! In Bethlehem hat Gott einen neuen Weg mit uns begonnen. Anstelle von Strafgerichten und Zorn will er mit Freundlichkeit und Menschenliebe diese Welt verändern. Jemand hat einmal gesagt:
Wenn Weihnachten für uns Christen einen Sinn hat, dann nur den, dass wir Jesus Christus Raum geben in unserem Herzen. Weihnachten als das Fest der Liebe hat für uns nur dann einen Sinn, wenn wir uns von der Liebe Gottes beschenken lassen und diese Liebe weitertragen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein sinnvolles und gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihr

Martin Kleespies
Br. Martin Kleespies, Pfr.

 

Bericht aus dem Pfarrgemeinderat

Dieses Jahr war wesentlich geprägt von der anstehenden PGR-Wahl. Es ging darum, einen Wahlausschuss zusammenzustellen, der die Wahl organisiert, und Kandidaten zu finden, die bereit sind, sich zur Wahl zu stellen. Unser Wahlausschuss unter der Leitung von Bernd Sandner hat die Voraussetzungen für die Wahl am 09./10. November gut und sicher über die Bühne gebracht.
Das zweite bestimmende Thema war der „Pastorale Weg“, der Reformprozess im Bistum. Er war bereits Thema am Dekanatsklausurtag und hat uns auch in der Gemeinde sehr beschäftigt, im doppelten Wortsinn. Wir hatten 2 Pfarrversammlungen, um die Gemeinde zu informieren, es gab Artikel im Pfarrbrief, Stellwände und Aushänge an den Kirchen.
Alle Informationen sind auch auf der Homepage nachzulesen.
Wir hatten uns mit der Frage auseinander zu setzen, ob wir der Anfrage der evangelischen Kirche zur Unterstützung ihres Kirchenasyls nachkommen wollten. Nachdem wir uns gründlich informiert hatten und sehr kontrovers diskutierten, votierte der PGR dafür, das Kirchenasyl zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurde eine Türkollekte eingerichtet.
Der Aufruf an die Gemeinde Ideen für ein Logo für die Pfarrgemeinde einzubringen, endete leider enttäuschend: Es gab keine Rückmeldung.
Der Generationenwechsel im Eine- Welt-Kreis ist geglückt. Wir sind dankbar, dass Anne-Sophie Donitza, das Ehepaar Bruns und Dr. Ronald Joseph die Staffel übernehmen wollen. Diejenigen, die die Staffel übergeben wollten, Herr Markwart und Frau Mosell, haben aber auch jahrelang hartnäckig und mit Leidenschaft darum gekämpft und dafür geworben, damit es weitergeht. Eine Delegation aus unserer Pfarrei mit Hauptamtlichen und den neuen Mitgliedern des Eine- Welt-Kreises ist im Januar auf eigene Kosten nach Khurda/Indien geflogen, um sich einen Eindruck über die Schule und das Krankenhaus zu machen. Sie haben zu einem Info-Abend eingeladen und darüber mit vielen Bildern berichtet.
Wir freuen uns sehr, dass unsere Boni- Kids durch engagierte Frauen in unserer Gemeinde Verstärkung bekommen haben. Es gibt inzwischen Boni-Tage und einen Boni-Treff, sodass auch ältere Kinder angesprochen werden können.
Bei den vielen Festen im Jahreskreis konnten wir wieder auf viele bewährte, aber auch spontane Unterstützer zurückgreifen, dafür herzlichen Dank. Die Spenden mehrerer Feste und Veranstaltungen gingen an die beiden Pfadfinderstämme (72h Aktion siehe S. 13) und die Messdiener, die dringend neue Gewänder benötigten. Die Messdiener erarbeiteten sich diese auch sehr engagiert selbst, indem sie Waffeln, Kuchen und Kekse backten und bei vielen Gelegenheiten anboten. Sie werden sich hoffentlich bald ihrer neuen Messdienergewänder, die nicht zu kurz, nicht zu lang sind, sondern einfach passen, erfreuen.
Der Vorschlag, eine Jugendversammlung zu veranstalten, auch um Jugendvertreter für den PGR zu gewinnen, ist im September geglückt. Unser Kandidat für die Jugend ist Vincent Kotulla. Bei allen, die uns in unserer Legislaturperiode unterstützt haben, ein herzliches Dankeschön!
Wir wünschen dem neuen Pfarrgemeinderat viel Glück!
Und Ihnen frohe Weihnachten!
Für den (alten) Pfarrgemeinderat

Patricia Buschbeck.

 

Rückblick auf vier Jahre Arbeit des Verwaltungsrates

Das Schöne an der Arbeit im Verwaltungsrat ist, dass man in der Regel konkrete und sichtbare Ergebnisse sieht, wenn etwas erfolgreich beraten und beschlossen wurde. Im Lauf von vier Jahren kommt da erstaunlich viel zustande, wenn man bedenkt, dass diese Arbeit mit ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern in der Freizeit gestemmt wird. Wie breit das Spektrum ist, zeigt eine kleine Rückschau auf die größeren Projekte in den vier Jahren dieser Amtsperiode.

Zwei tragbare Prozessionslautsprecher mit Akku wurden angeschafft und kommen uns jetzt bei den Festen, dem Martinsumzug und an Fronleichnam zugute. Neue Liedanzeiger in Seeheim und in Jugenheim waren nötig. Die Fassade des BCH brauchte eine Auffrischung und Ausbesserungsarbeiten. Das Fällen der großen Fichten und die komplette Erneuerung des Außengeländes in Jugenheim waren eines der größeren Projekte. Nach einigem Hin und Her mit dem Denkmalschutz konnten die Fenster des Pfarrhauses komplett ausgetauscht werden, was nicht nur der Energieeffizienz, sondern auch der Optik des Pfarrhauses zugute kommt. Auch die Fenster in der Sakristei in Hl. Geist und in der Werktagskapelle wurden ersetzt. Ebenfalls ein Schritt in Richtung Umweltverträglichkeit war die Umrüstung der Heizungen im Pfarrhaus und in der Bonifatius-Kirche von Ölfeuerung auf Gasbetrieb. Die Öltanks wurden ordnungsgemäß entsorgt. Alle Leuchtmittel werden nur noch durch LED-Lampen ersetzt, inzwischen sind die meisten Lampen in der Gemeinde umgerüstet. Rund um die Hl. Geist- Kirche erleuchten jetzt energiesparende Scheinwerfer die Wege und den Parkplatz. Die Lichtsteuerung wurde umgerüstet, so dass die Nachbarn nicht mehr durch versehentlich nicht ausgeschaltete Scheinwerfer belästigt werden. Für den Rasenmäher wurde, anstelle des Blechschuppens neben der Hl. Geist-Kirche, ein Rolltor in das Kioskgebäude eingebaut. Von innen wurde dieses komplett aufgeräumt, eine zweite Ebene eingezogen (als Lager) und frisch gestrichen. Schallschutzelemente (in Eigenleistung angebracht) machen jetzt die Akustik im großen Saal des BCH sehr viel angenehmer. Ein neuer Boni-Bus wurde erfolgreich beantragt und tut jetzt schon drei Jahre seinen Dienst. Einige größere Anschaffungen wie Motorsense, Gartenhäcksler und Motor-Heckenschere machen es inzwischen möglich, das Außengelände in Seeheim durch ein Greenteam in Eigenleistung zu pflegen. Etliche Bäume mussten professionell gestutzt und (leider) die große abgestorbene Trauerweide vor dem BCH beseitigt werden. Die Anschaffung von 40 neuen Messdienergewändern wurde ermöglicht, auch durch Spenden aus der Gemeinde. Das Dach des Pfarrhauses wurde erfolgreich repariert und ein überflüssiges Bad im Pfarrbüro (!) in Eigenleistung zu einer Teeküche umgebaut, die kurz vor der Fertigstellung steht. Fast entschlussreif ist die Erneuerung des Daches der Werktagskapelle und bereits auf den Weg gebracht ist der Einbau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des BCH, mit einem Energiespeicher, der uns hilft, einen Großteil des produzierten Solarstromes selbst zu verbrauchen.

Ein Dank allen Mitstreitern, die all das und noch viel mehr ermöglicht haben, und auch all den Vielen, die durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglichen, dass die vielen Projekte unsere Gemeinde nicht finanziell verarmen.

Bruder Martin Kleespies, Pfr.

 

Pfarrgemeinderatswahl 2019

In unserer Gemeinde waren drei Frauen, sechs Männer und ein Jugendlicher bereit, das Leben und die Entwicklung unserer Gemeinde aktiv mitzugestalten, und haben sich daher am 9./10. 11. 2019 zur Wahl gestellt. Herzlichen Dank für diese Bereitschaft!
Neu in dieser Wahlperiode war, dass ein Jugendvertreter in einer eigens dafür einberufenen Jugendversammlung gewählt wurde.
Unsere neuen Pfarrgemeinderäte sind (nach Stimmen absteigend sortiert): Rasmus Runde, Ruth- Maria Hüttl, Luise Spiske, Dr. Bernhard Kurth, Marina Bartolomei Accomazzo und Wolfgang Diedrich. Vincent Kotulla wurde als Jugendvertreter in den Rat gewählt. Als Nachrücker stehen auf der Liste: Heinz Zimmermann, Christoph Lippok und Arnd Terlinden. Wir wünschen unseren neuen Räten viel Freude und Geschick bei der Lenkung unserer Pfarrei und bedanken uns herzlich bei den scheidenden Räten für ihr Engagement in den vergangenen Jahren. Abschließend danken wir auch allen, die an der Wahl im Hintergrund gewirkt haben, dem Kontaktkreis unter der Leitung von Frau Schmidt und dem Wahlausschuss unter der Leitung von Herrn Sandner.

Nicole Averbeck

 

Herzliches Willkommen unseren
neuen Messdienerinnen und Messdienern!

Am 1. September konnten wir endlich unsere sieben neuen Minis einführen. Wir begrüßen unsere neuen Minis und wünschen ihnen viel Spaß beim Dienst in der Messe und in der großen Gruppe der Messdiener.
Leider mussten wir uns in diesem Jahr von einigen langjährigen Messdienern verabschieden, die aufgrund ihres weiteren Lebensweges (z.B. Beendigung der Schule) uns nicht mehr zur Verfügung stehen. Bei ihnen bedanken wir uns für die treuen Dienste am Altar und in den verschiedenen Gruppenstunden/Freizeiten/...
Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir ihnen alles Gute.

Auch bei unseren Gemeindemitgliedern wollen wir uns ganz herzlich bedanken. Sie haben es durch große und kleine Spenden ermöglicht, dass neue Messdienergewänder bestellt werden konnten. In Zukunft sehen die Gewänder in Seeheim und Jugenheim gleich aus und die Größen passen dann auch wieder besser zu uns. Wir warten schon sehnsüchtig, dass die neuen Gewänder endlich bei uns eintreffen. Danke!

Text und Foto: Ute Festag

 

Wasser ist nass – spendet Leben und macht es bunt:
Bericht über die Boni-(fatius)-Tage 2019

Wasser ist Leben. Tiere, Pflanzen und Menschen können ohne Wasser nicht überleben. Wie wichtig Wasser für uns ist, haben acht Kinder am „Boni- Tag“ am 25. Mai in Seeheim erleben können. Im August wurde die Gruppe verstärkt durch die Kommunionkinder des Jahres 2019. Vierzehn Mädchen und Jungen waren dabei.
Basteln, Singen, Beten und Spielen haben aus den Boni-Tagen bunte Tage gemacht. Die Idee für den Boni-Tag im Mai war es, eine Vogeltränke zu töpfern. Aus Ton wurden außerdem kleine Vögel geformt.
Viel Spaß bereiteten allen außerdem die Seifenblasen am Nachmittag. Hier entstanden aus Licht und Wasser wunderschöne Farbgebilde.
Es gab auch reichlich zu essen – ein Danke an die Pfadfinder, die für das Greenteam gegrillt und uns gleich mitversorgt haben. Im August versorgten wir uns selbst – mit Spaghetti und Tomatensoße. Dieser Tag war besonders bunt. Die Kinder haben T-Shirts, Kissenbezüge, Schals und manchmal auch die eigene Kleidung gebatikt.
Auch in den abschließenden Kinderwortgottesdiensten ging es um das Thema Wasser beziehungsweise Farbe.
Im Familiengottesdienst am 25. August wurde das erste Thema aufgegriffen. Die Boni-Tag-Kinder haben ihre Vogeltränken mitgebracht, haben erzählt, was sie über das Lebenselixier Wasser erfahren haben und diese Erfahrung mit der Gemeinde geteilt.

Das Thema „Farbe“ wiederum stand im Familiengottesdienst am Erntedank- und Pfarrfest im Mittelpunkt. Im Verlauf eines szenischen Spiels ließen die Kinder den Regenbogen erscheinen und stellten schließlich fest, dass alle Farben ihren Platz haben und jede wichtig ist.
Der nächste Boni-Tag fand dann am 2. November statt. Hier haben wir uns mit dem Thema „Zeit“ beschäftigt…. Und schon für die Adventszeit gebastelt. Die Ergebnisse waren auf dem Adventsbasar zu sehen.

Es gibt bereits einen weiteren Termin: Samstag, den 22.2.2020.
Wir laden alle Kinder der Erstkommunionjahrgänge 2018 und 2019 herzlich ein.

Bitte meldet euch vorher per Mail an.
Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Angelika Franz und Nadja Lippok

 

Firmvorbereitung 2019

Die Fahrt nach Taizé ist der traditionelle Auftakt der Firmvorbereitung. In diesem Jahr starteten 13 Jugendliche und zwei Betreuer gemeinsam mit einer Gruppe aus Eberstadt nach Frankreich.
Die einfache Unterkunft und das Essen im Freien sind schon etwas gewöhnungsbedürftig, tun aber der guten Stimmung keinen Abbruch.
Die Gottesdienste sind etwas Besonderes: Mit den Brüdern in der Mitte der Kirche sitzen ca. 500 Jugendliche gemeinsam auf dem Boden, die Älteren auf den Treppen oder Bänken. Wenn das erste Lied mehrstimmig erklingt, spürt man die besondere Atmosphäre dieser Gemeinschaft.
Jeden Morgen gibt es eine Bibeleinführung. Der Text wird in verschiedenen Sprachen vorgelesen, erklärt und es gibt Fragen dazu, die anschließend in gemischten Kleingruppen besprochen werden. Das bietet die Möglichkeit viele andere Jugendliche aus verschiedenen Ländern kennenzulernen. Nachmittags arbeiten die Gruppen für eine Stunde. Meist sind das Dienste wie Abwaschen oder Putzen, Hilfe beim Kochen oder in der Kirche, beim Verkauf im Kiosk oder ähnliches.

Die Nacht der Lichter, für die Gruppe der Abschlussgottesdienst, beendet den Aufenthalt und durch die Nacht reist die Gruppe mit vielen neuen Adressen und Eindrücken im Gepäck zurück.

Angelika Franz

 

Die Uhr tickt …

Auch dieses Mal waren die Pfadfinder aus Jugenheim wieder bei der 72 h-Aktion dabei.
Am 23.5.19 ging es los, nachdem das Projekt in Darmstadt verkündet war. Die Aufgabe war es, in den nächsten 72 Stunden im Balkhäuser Tal ein Beachvolleyballfeld und einen Grillplatz für das Flüchtlingsheim zu bauen, anschließend sollte eine große Einweihungsfeier stattfinden.
An der Baustelle angekommen, ging es direkt mit dem Planen los. Da diese Aktion auf Spenden basiert, wurde zuerst überlegt, was an Materialien und Geldspenden benötigt wird. Nachdem alles eingerichtet war und die ersten Werkzeuge und Spenden organisiert wurden, ging es mit der harten Arbeit erst richtig los.
Das Feld, auf dem in 72 Stunden Volleyball gespielt werden sollte, war voller Brennnesseln, die alle entfernt werden mussten.
Am nächsten Tag ging es schon sehr früh damit los, Sand, Kies und anderes Material zu holen.
Während der Arbeit, wurde die Gruppe von vielen Spendern mit Essen versorgt.
Als die Grube für das Feld fertig ausgehoben war, halfen alle bis tief in die Nacht kräftig mit, die 40 Tonnen Sand in das Feld zu schaufeln.
Umso glücklicher waren alle, als das THW aus Pfungstadt und Groß-Gerau seine Hilfe anbot.
Da auch noch 17 m³ Erde für den Grillplatz benötigt wurden, unterstützte das THW die Pfadfinder auch dort. Mit einem Radlader und zwei LKWs halfen sie, das Material zu transportieren und anschließend zu verarbeiten.
Als alle größeren Arbeiten erledigt waren, ging es an die Vorbereitung für die Feier und an die kleineren Arbeiten.
Kurz vor Ende der 72 Stunden war immer noch sehr viel zu erledigen, und obwohl alle sehr müde waren, packten alle mit an, sodass alle Arbeiten rechtzeitig fertig wurden. Sonntagmittag war dann alles geschafft und die Einweihungsfeier konnte starten.
Die Pfadfinder haben die letzten 72 Stunden viel gearbeitet und wenig geschlafen, aber alle finden, dass es sich wirklich sehr gelohnt hat.
Es ist unglaublich, was eine Gruppe in 72 Stunden alles erreichen kann, wenn alle mithelfen.

Das alles wäre ohne die ganzen Helfer und die Firmen, die sie unterstützt haben, nicht möglich gewesen. Deshalb möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei allen Spendern und Helfern bedanken!

Malena Röder, Pfadfinderschaft St. Georg
- Stamm Ulrich von Münzenberg, Jugenheim

 

Farbe bekennen - Erntedankfest 2019

Welche Farbe ist die wichtigste von allen? Im Gottesdienst zum Pfarrfest zeigten die Kinder des Bonitages anhand einer kleinen Geschichte: am schönsten sind alle Farben leuchtend bunt nebeneinander. Für alle Gottesdienstbesucher sichtbar illustrierten sie das mit einem großen Regenbogen, den sie aus bunten Stoffen an die Wand des Altarraumes zauberten.
Jede und jeder hat bei uns etwas einzubringen, und am schönsten ist es, wenn wir alle diese Gaben nebeneinander zur Geltung bringen. Das war die Botschaft zum Auftakt und der Verlauf des Festes bot dann auch einen Einblick in die bunte Vielfalt der Gruppen unserer Gemeinde:
Essen von den Philippinen, das von der Pilipino-Prayer-Group gestiftet wurde, war ebenso schnell verzehrt wie deutscher Kuchen, Würstchen vom Grill, gestiftete Salate, indisches Essen von Gemeindegliedern, sowie Waffeln und Stockbrot der beiden Pfadfinderstämme oder die leckere Kürbissuppe des Greenteams. Bei strahlendem Wetter fand auch die Saftbar der Jugendlichen des Schuldorfs mit diversen Cocktails großen Anklang.
Kinderschminken, diverse Rasenspiele unter Anleitung der Messdiener oder die Feuerschale im Pfadfinderzelt nebst Stockbrotteig und ein großer Basteltisch sorgten dafür, dass die anwesenden Eltern ihre Kinder gut beschäftigt wussten.
Zum besseren Kennenlernen unserer Gemeinde sollte ein Quiz-Interview-Spiel anregen.

Als schließlich gegen 15 Uhr der Betrieb am Spülmobil merklich abflaute, begann man so langsam mit dem Abbau. Dank vieler helfender Hände war in kurzer Zeit alles erledigt. Für Besucher und Helfer ein rundum gelungenes Fest. Der Erlös in Höhe von 833,88 ¤ wird in diesem Jahr unter den beiden Pfadfinderstämmen unserer Pfarrei in Seeheim und Jugenheim aufgeteilt und kommt somit der Jugendarbeit zugute.

Angelika Franz

 

Weihnachten 2019
Grußwort Bischof Peter Kohlgraf

Liebe Schwestern und Brüder!

Zur Adventszeit und zum Weihnachtsfest 2019 wünsche ich Ihnen allen Gottes Segen, seinen Frieden und seine Freude!
In der katholischen Kirche in Deutschland haben wir ein schwieriges Jahr hinter uns. Viele und oft hitzige Debatten haben uns bewegt. Ich bitte Sie um Ihr Mitsorgen und Ihr Gebet, dass wir gute und geistvolle Wege gehen. Das gilt auch für den pastoralen Weg im Bistum Mainz, den wir begonnen haben. Wir alle ahnen, dass sich vieles verändern wird, und ich wage auch zu behaupten, verändern muss.
Bei allem Planen und Machen dürfen wir uns am Weihnachtsfest aber die Liebe schenken lassen, die wir weder machen können noch für uns verdienen müssen. Gott geht in seinem Sohn in unsere Geschichte ein, er wird Mensch. Er selbst macht sich zum Geschenk für uns Menschen. Er kommt zu uns, und er bleibt unter uns auf allen Wegen unseres Lebens. In vielen neutestamentlichen Schriften finden wir das Staunen der Menschen damals über dieses Glaubensgeheimnis. Der große Gott nimmt „Knechtsgestalt“ an (Phil 2,6); er wird unseretwegen arm, um uns reich zu machen (2 Kor 8,9); er wird gesandt, den Armen eine frohe Botschaft zu bringen, zu heilen (…) und ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen (Lk 4,18). Er kommt zu den Sündern, um sie zu retten, er will die Welt retten, nicht richten, so sehr hat Gott die Welt geliebt (Joh 3,17). Hinter solchen großen Aussagen stecken wohl die konkreten Erfahrungen der Menschen, die Jesus begegnet sind. Sie haben ihn als den Heiland erfahren, wie ein altes Wort ihn nennt. Der Heiland ist der „Heilende“, der Menschen heil macht. Vor Jahrzehnten wurde dieses Wort möglicherweise derart inflationär verwendet, dass es heute fast verschwunden ist, mit der Ausnahme mancher Kirchenlieder. Dennoch ist es ein schönes Wort und beschreibt eine tiefe Glaubenserfahrung vieler Menschen, bis heute. Jesus macht heil, und dies kann er, weil er dem Menschen in seinen Schwächen, in seiner Hilfsbedürftigkeit so unendlich nahe ist. Papst Franziskus hat sogar wiederholt von der Zärtlichkeit Gottes gesprochen, eine für manchen beinahe anstößige Formulierung.
Am Weihnachtsfest dürfen wir uns diese Nähe und Zärtlichkeit schenken lassen und sie freudig feiern, im Gottesdienst und in der Gemeinschaft lieber Menschen. In einem großartigen Text des II. Vatikanischen Konzils in der Kirchenkonstitution „Lumen Gentium“ (Nr. 8) werden aus diesen Gedanken Folgen für die Kirche gezogen. Sie soll in ihrem Alltag, in ihren Strukturen und in ihrer Tätigkeit diese Nähe Gottes zu den Menschen widerspiegeln. Sie muss nahe bei den Menschen sein und bei ihnen bleiben, nicht nur bei den Frommen, sondern gerade bei den Unvollkommenen, den Sündern, den Armen, Kleinen und Schwachen.
Ich bete darum, dass es unserer Kirche neu gelingt, eine heilende Gemeinschaft zu sein. Ich danke allen, die in diesem Sinne unsere Kirche und die Gemeinden mitgestalten. Als Jesus von seinem Auftrag spricht, die frohe Botschaft zu verkünden, betont er ausdrücklich, dass dies „heute“ geschieht (Lk 4,21). Ich begegne tatsächlich in unserem Bistum vielen Menschen, die dem Heiland ihre Hände zur Verfügung stellen, und damit bezeugen, dass Christus weiterhin lebt und wirkt, eben „heute“. Dafür sage ich herzlichen Dank!

Ihr
Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz

 

Arbeitskreis „Zusammenarbeit der
Christen in Bickenbach-CiB“

Rückschau Ausflugs- und Informationsfahrt

Angeregt durch den Todestag des evangelisch-reformierten Theologen Karl Barth haben wir in der näheren Region nach Spuren der von dem in Genf wirkenden Johannes Calvin begründeten Glaubensrichtung gesucht.

Die Fahrt am 12. Oktober mit dem Reisebus führte uns zunächst nach Heidelberg. Kurfürst Friedrich III wandte sich dort um 1559/60 immer mehr dem Calvinismus zu und ließ die pfälzische Kirchenordnung entsprechend der calvinistischen Lehre ändern. 1563 wurde der Heidelberger Katechismus veröffentlicht, die noch heute geltende Bekenntnisschrift reformierter Kirchen in aller Welt. In Folge der religiösen Änderung kam es lange Jahre zu Streit über die Nutzung der Heiliggeistkirche am Marktplatz, die zeitweise durch eine Scheidemauer zur Nutzung durch mehrere Konfessionen unterteilt wurde.

Ähnlich wurde in Neustadt (Weinstraße) verfahren, unserem nächsten Fahrziel, das ebenfalls zur Kurpfalz gehörte. Dort ist die Situation mit der Trennmauer noch heute in der Stiftskirche erlebbar. Die Katholiken nutzen den Teil mit dem Chor, die Protestanten das Langhaus.

Geführt wurden wir an diesem ausgefüllten Tag von Elke König (City-Tours Rhein-Main-Neckar) und ihrem Team. Im Gegensatz zu Heidelberg war es für manche aus der Gruppe der erste Besuch im schmucken Neustadt, obwohl es von Bickenbach aus in nur knapp 90 Minuten per Zug erreichbar ist.

Wolfgang Krichbaum

 

Weltgebetstag der Frauen 2020

Die Liturgie für den nächsten WGT kommt aus Simbabwe, ehemals Rhodesien.
Das Land im südlichen Afrika verfügt über Bodenschätze und fruchtbare Böden, und dennoch zählt es heute zu den ärmsten Ländern, geprägt durch wirtschaftliche, politische und soziale Missstände. Das Wenige, das sich die Menschen seit der Unabhängigkeit im Jahr 1980 aufbauen konnten, wurde in diesem Frühjahr durch den Tropensturm “Idai“ zum großen Teil zerstört.
Die Frauen aus Simbabwe haben für den WGT das Thema gewählt: „Steh auf und geh!“ (Joh 5, 2 – 9) Laut Verfassung sind die Frauen gleichberechtigt, aber dennoch bestimmen patriarchalische Strukturen das Leben der Frauen. Beim Gender- Index des Human Development Report 2016 liegt Simbabwe auf Platz 154 von 187. Angesichts der hoffnungslosen Zustände in diesem Land zeigt die Wahl des Themas, dass die Frauen nicht resignieren, sondern auf eine bessere Zukunft vertrauen, die sie aktiv mitgestalten wollen.
Auch in unserer Pfarrgemeinde feiern wir den WGT: Am 6. März 2020.
Ab Januar wird das Vorbereitungsteam mit der Planung beginnen und freut sich über Verstärkung.
Wer Interesse an der Mitarbeit hat, kann sich bei Claudia Müller-Eberle melden (Tel. 99 83 33)

Claudia Müller-Eberle

 

Pastoraler Weg - Mensch, wo lebst du?

Der Kernsatz von Bischof Kohlgraf zum Pastoralen Weg lautet: „Bekommen die Menschen, was sie brauchen und brauchen sie, was sie bekommen?“ Das ist nichts anderes, als eine Aufforderung zur Sozialraumanalyse.
Das Dekanat Darmstadt setzt diesen Auftrag um, indem es 18 Exkursionen in die Lebenswelten der bestehenden 18 Pfarreien anbietet. Jede Pfarrei wählt 3 Orte aus, Einrichtungen oder Wohngebiete, die sie vorstellen möchte.

Die Veranstaltungen finden jeweils meist am Donnerstag, von 16:00 – 20:00 Uhr statt.

  • 16. Januar 2020, St. Johannes, Weiterstadt
  • 30. Januar 2020, St. Elisabeth, Darmstadt
  • 6. Februar 2020, St. Pankratius, Modautal
  • 13. Februar 2020, Verklärung Christi, Roßdorf
  • 20. Februar 2020, Liebfrauen Ober Ramstadt
  • 27. Februar 2020, St. Bonifatius, Seeheim-Jugenheim
  • 5. März 2020, St. Michael, Mühltal
  • 12. März 2020, St. Bonifatius, Messel
  • 26. März 2020, St. Antonius, Pfungstadt
  • 2. April 2020, Hl. Geist, Arheilgen

Jede und Jeder ist willkommen.
Wir bitten allerdings um Voranmeldung!

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Bitte melden Sie sich rechtzeitig über die Homepage zur Veranstaltung an.
Es gibt einen Bring- und Holdienst, geben Sie deshalb auch gegebenenfalls an, wo Sie einsteigen möchten.

Anmeldung und weitere Informationen unter:
bistummainz.de/dekanat/darmstadt/pastoraler-weg/pastoraler-weg-im-dekanat- darmstadt/
oder:
Katholisches Dekanat Darmstadt,
Telefon: 0 61 51-1 52 44 41

Für den Pfarrgemeinderat Patricia Buschbeck