Pfarrbrief zu Weihnachten 2020

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Pfarrbrief zu Weihnachten 2020 als PDF

Die Texte einiger Artikel und Informationen aus dem aktuellen Pfarrbrief finden Sie im Folgenden. Alle Artikel mit ansprechenden Illustrationen finden Sie in der PDF-Version. Klicken Sie zum Öffnen oder Herunterladen auf den oben stehenden Link.

 

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser!

Weihnachten wegen der Pandemie nicht in der vertrauten Umgebung mit den lieb gewonnenen Gewohnheiten zu erleben, das macht unsicher und traurig. Und Weihnachten vielleicht gar ohne die geliebten Menschen verbringen zu müssen, die wegen der Pandemie nicht kommen können, legt einen Schleier über alles Glanzvolle.
Dabei ist ein ungemütliches Weihnachten eigentlich das echte Weihnachten – jedenfalls viel näher dran an Jesus als Tannenbaum und Weihnachtsmann.
Die weihnachtliche Krippe in Bethlehem war damals eine Zumutung für Eltern und Kind. Vielleicht sollten wir uns wirklich einmal bewusst machen, wie viel Not und Elend und wie viel Ungewissheit aus der Weihnachtsgeschichte sprechen. All die Krippen, wunderbar inszeniert auf Schränken und Kommoden, auf Bildern und im Keksformat, verstellen den Blick auf die katastrophale Situation, in die Maria und Joseph und dann auch Jesus gekommen sind.
Wenn wir Weihnachten so ernst nehmen, wie die Situation damals in Bethlehem war, erscheint auch unsere Situation in der Pandemie, mit Einsamkeit und Sorgen in einem anderen Licht: Beleuchtet mit Gotteslicht. Lukas erzählt vom Engelsglanz, der den Hirten erscheint. „Die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie“ heißt es. Über alle Notdürftigkeit und Erbärmlichkeit der Situation im Stall leuchtet – so erzählt es der Evangelist Matthäus – ein Licht vom Himmel und lässt eine neue Perspektive aufscheinen: Hier ist Gott!
Das Gotteslicht der Klarheit und des Begreifens ist so hell, dass es den Hirten den Weg weist. Direkt vom Feld kam die müffelnde Gesellschaft in den Stall und mitnichten frisch geduscht zum Weihnachtsglanz. Und Gott war dabei. Er wies den Weg. Denn das ist doch die Botschaft von Weihnachten: Gott ist bei uns, egal, wo wir sind, und egal, wie es uns geht. Er weist den Weg zu neuen Erfahrungen, Perspektiven und Ansichten.
Wenn Weihnachten ursprünglich so anders war, als man sich das Leben eigentlich wünscht und in all dieser Fremdheit trotzdem von Gott begleitet und gesegnet ist, dann dürfen Sie und ich glauben, dass Gott auch uns begleitet und segnet in unseren gegenwärtigen Lebenslagen.


Gesegnete und froh machende Weihnachten wünscht Ihnen allen!

Martin Kleespies
Br. Martin Kleespies, Pfr.

 

Weihnachtsgottesdienste 2020

Auch unter Coronabedingungen wollen wir fröhliche Weihnachten feiern. Damit das gelingen kann, melden Sie sich bitte zu den von Ihnen gewünschten Gottesdiensten an; kommen Sie NICHT unangemeldet.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es nicht möglich ist, an allen Festtagen zum Gottesdienst zu kommen, da die Zahl der verfügbaren Plätze begrenzt ist. Wegen der Coronapandemie dürfen wir leider die Umluftheizung nur minimal betreiben. So müssen Sie Ihre Kleidung entsprechend für eine Temperatur von 8 bis 9 Grad in der Kirche wählen.

Neu: Wir planen die Christmette um 17:00 Uhr und eventuell weitere Weihnachtsgottesdienste über das Internet zu übertragen. Bitte beachten Sie dazu die Hinweise auf der Homepage und in der Gottesdienstordnung.

 

Eucharistiefeiern: Neues Hygienekonzept

Um es gleich zu sagen: auch das Seelsorgeteam und ich haben die Eucharistiefeiern in den ersten beiden Novemberwochen schmerzlich vermisst.
Die „Zweite Welle“ mit ihren ab Ende Oktober sprunghaft ansteigenden Infektionszahlen hat uns dann bewogen, befristet auf die sonntägliche Mahlgemeinschaft mit Jesus und miteinander zu verzichten.
Es ging dabei nicht nur um meine Sicherheit, wenn ich mehrmals pro Woche den Gottesdienstbesuchern so nahe komme. Es ging vor allem um die Menschen in den Heimen und Krankenhäusern, in die ich Gott sei Dank immer noch gerufen werde und um die BesucherInnen unserer Gottesdienste. Alle diese Menschen brächte ich in Gefahr, wenn ich, ohne es zu wissen infektiös wäre.
Um Jesus Christus dennoch im Gottesdienst auf besondere Weise nahe zu sein, hielten wir für gut zwei Wochen anstelle der Eucharistiefeier eine Eucharistische Anbetung mit Gebetstexten und einer stillen Zeit.
Nachdem aber Mitte November klar wurde, dass die Infektionszahlen in absehbarer Zeit nicht sinken werden, haben wir unser Hygienekonzept so verbessert, dass jetzt die Kommunionausteilung wieder mit geringem Risiko möglich ist:
Bitte tragen Sie daher ab sofort ihren Mund-Nasen-Schutz auch während der Kommunionausteilung, bis ich zum Nächsten weitergegangen bin. Wie zuvor auch, soll dabei auf jedes gesprochene Wort verzichtet werden („Der Leib Christi“ und „Amen“). Ich trage dabei eine medizinische Schutzmaske, die virensicher ist. Ich danke allen, die durch ihr Verständnis und das Mitfeiern der Wortgottesdienste diese Vorsichtsmaßnahme mitgetragen haben.

Br. Martin Kleespies, Pfr.
für das Seelsorgeteam

 

Liebe Gemeinde,

ich bin Irene Kotulla, 50 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder (16 und 18 Jahre alt) und lebe in Jugenheim.
Vor genau 20 Jahren bin ich mit meinem Mann aus beruflichen Gründen vom Sauerland hierher gezogen.
Als Organisations-Programmiererin habe ich in mittelständischen Unternehmen im EDV-Bereich gearbeitet. Dort war ich für IBM Mainframe Computer-Systeme (Großrechner) und alle damit verbundenen technischen und kaufmännischen Arbeitsprozesse, Schulungen, Datensicherheit und Projektleitung verantwortlich.
Mit der Familiengründung bin ich bei unseren Kindern zu Hause geblieben.
Seit 10 Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich hier in der Kirche vor Ort. 2011 hatte mich Pfr. Pelz gefragt, ob ich im PGR mitarbeiten möchte, und gern habe ich die Aufgabe übernommen.

Die letzten vier Jahre der letzten Amtsperiode war ich im Vorstand bei Pfr. Kleespies tätig. So habe ich die Gemeinde gut kennenlernen dürfen.
Ich helfe bei Festen mit und organisiere seit vier Jahren den Advents- und Osterbasar zugunsten der Gemeindecaritas und Jugendarbeit. Gern habe ich die Erstkommunionkatechese bei meinen Kindern gemacht und widme mich dem Blumenschmuck in St. Bonifatius und, mit einigen Frauen gemeinsam, in Hl. Geist. In St. Bonifatius übernahm ich Ende 2018 den Dienst als Küsterin, der mir sehr viel Freude bereitet.
Für den Dienst als Lektor- und Kommunionhelfer bin ich besonders dankbar, führt er mich doch noch tiefer in die Liturgie. Über eine Weiterbildung im Bistum bin ich vom Bischof beauftragt, Wortgottesdienste zu leiten.
Ich freue mich sehr darüber, dass ich ab 1. Oktober als Pfarrsekretärin für Sie im Pfarrbüro für Ihre Anliegen erreichbar bin

Herzliche Grüße

Irene Kotulla

 

Liebe Gemeinde,
auf diesem Weg möchte ich mich bei Ihnen für die vielen Geschenke, Karten und guten Wünsche zu meiner Verabschiedung bedanken. Ich war und bin erfüllt von der Vielfalt und freue mich sehr daran.
Ihnen allen wünsche ich eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr 2021. Passen Sie gut auf sich auf.

Herzliche Grüße
Renate Hofmann

 

Mensch, wo lebst Du? -
Erkundung von Lebenswelten am
27. Februar 2020 in unserer Gemeinde

Das Dekanat Darmstadt hat im Rahmen des Pastoralen Wegs Lebenswelterkundungen durchgeführt.
In jeder Gemeinde wurden drei ausgewählte Orte aufgesucht, um zu erfahren, was Menschen bewegt und was sie, auch von der Kirche, brauchen.

 

Schuldorf Bergstrasse

Am 27. 2. 20, früher Nachmittag bei miserablem Wetter, war es so weit.
Unsere Gäste auf dem Pastoralen Weg, die trotz heftiger Wetterkapriolen der Einladung gefolgt waren, wollten sich mit uns auf den Weg machen zur Erkundung der Lebenswelt „Schule“. Verbunden mit eigenen Erinnerungen an vergangene Schultage kamen wir am weitläufigen Campus an und durften uns herzlich willkommen und geborgen fühlen in den dortigen Räumlichkeiten der beiden katholischen Pädagogen vor Ort. Es hatte sich längst herumgesprochen, dass Herr Sandner, selbst tief verwurzelt mit unserer Kirchengemeinde über viele Jahre schon, für seine wertvolle, soziale Arbeit durch Frau Haus Unterstützung durch eine junge Kollegin erhalten hat.
Vor Ort erhielten wir viele Informationen zur Schulform und den vielfältigen Möglichkeiten und Angeboten. Den Gästen wurde die überregionale Bedeutung des Schulzentrums mehr und mehr bewusst. Doch das Beeindruckendste waren für mich die guten, offenen Gespräche, die sich über „Gott und die Welt“ schnell und unkompliziert entwickelten. Durch engagierte Beiträge ergab sich eine interessante Diskussion zwischen Hauptamtlichen, Laien und Jugendlichen, in der der „Kirche“ nicht nur ihr Spiegel vorgehalten wurde. Es wurden vielmehr auch Ansätze aufgezeigt, wie sich „Kirche“ verändern muss, um wieder „glaubwürdig“ für junge Menschen zu werden.

Ruth-Maria Hüttl

Kita Sonnenland/Bickenbach

Die Leiterin Frau Petra Wrede, ihre Stellvertreterin Frau Stüber, die Fachbereichsleiterin Frau Heyden und die junge Erzieherin Evin stellten uns sehr engagiert ihr pädagogisches Konzept vor. Sie brennen für ihren Beruf, auch wenn die Entwicklungen ihn nicht leichter machen.
Die Kita Sonnenland ist die einzige in Bickenbach, insofern kommen hier wirklich alle Kinder zusammen, alle Schichten, fünf verschiedene Religionen. Das pädagogische Konzept basiert auf den Grundwerten der AWO: Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz. Gerechtigkeit bedeutet hier nicht, dass alle gleich behandelt werden, sondern, dass jeder die Unterstützung bekommt, die er benötigt. Null Toleranz gibt es bei Gewalt. Das Konzept ist partizipativ: 50 zu 50, also bestimmen die Kinder die Hälfte der Aktivitäten, es gibt die Kindertage und die Erwachsenentage. Die Kita vermittelt christliche Werte und feiert mit den Kindern die christlichen Feste, nicht ohne sie ihnen zu erklären.
Eltern haben immer weniger Zeit für ihre Kinder, erwarten lange Betreuungszeiten und oft von der Kita, dass sie die Erziehungshoheit übernimmt. Heute wird das Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung wahrgenommen, die Erzieher haben dabei die Aufgabe das Kind zu fördern. Die Ausbildung zur Erzieherin hat sich dementsprechend gewandelt, sie dauert 5 Jahre und trägt den massiv gestiegenen Ansprüchen Rechnung.

Patricia Buschbeck

Szenenwechsel (Frauen- und Familienzentrum)

1993 gründeten sieben Frauen das Frauen- und Familienzentrum, weil sie einen Ort vermissten, an dem Frauen und Familien sich begegnen und etwas für sich tun können. Inzwischen hat es sich zu einem professionellen Verein gemausert mit täglichen Bürozeiten und einem breiten Angebot von Kinderbetreuung ab 18 Monaten, einem offenen Spielekreis, allgemeiner Lebensberatung bis hin zu einem Kochclub für Männer, um nur einige Beispiele aus 75 Programmpunkten im Halbjahr zu nennen. Aktivitäten machen Freude und bringen einen persönlichen Gewinn. Dies gehört ebenso zur Philosophie des Vereins, wie Netzwerken, Begegnungen zu leben und Einsatz, Talente und Kompetenzen wertzuschätzen.

Protokoll zu Lebenswelten

Fazit zur Lebenswelterkundung

Die ca. 20 TeilnehmerInnen unserer Lebenswelterkundungen berichteten einander im Anschluss und nahmen einige Erkenntnisse mit:
Die Kita wird zunehmend zum gesellschaftsprägenden Ort, die die Erziehung in der Familie unterstützt. Zur weiteren Unterstützung der Familien braucht es womöglich einen erneuerten Generationenvertrag. Glaube braucht verlässliche Bezugspersonen, flache Hierarchien und eine „geheilte“ Kirche, um insbesondere auch für junge Menschen.

Protokoll zu Lebenswelten

 

Pfarrversammlung zum Pastoralen Weg

Am 20.10. konnte die, bereits für Mai geplante, Pfarrversammlung zum „Pastoralen Weg“ stattfinden (37 Teilnehmer*innen). Zunächst gab es eine kurze Information zum Stand des „Pastoralen Weges“ und dem Motto „Eine Kirche, die teilt“. In der anschließenden anonymen Umfrage hatten alle Gelegenheit, die persönlichen Gedanken zum Thema auf Karten festzuhalten, die anschließend vorgelesen wurden. Danach wurden vier Gruppen gebildet, die zu jeweils einem von vier Themen „Glauben teilen“, „Leben teilen“, „Ressourcen teilen“, „Verantwortung teilen“ folgende Fragen mit Blick auf unsere Gemeinde diskutierten:

  • Was hat sich bewährt, was ist uns wichtig?
  • Über welche Kompetenzen verfügen wir?
  • Welche Herausforderungen erkennen wir?
  • Worauf können wir gegebenenfalls verzichten?
  • Wo sehen wir Schwierigkeiten?

Die Gruppen haben ihre Ergebnisse schriftlich festgehalten und die Ergebnisse im Plenum vorgestellt.
Im Anschluss gab es noch Zeit für individuelle Fragen und Bemerkungen sowie die Aufnahme eines Stimmungsbildes, ob die Gemeinde sich zukünftig eher nach Darmstadt oder Richtung Bergstraße orientieren möchte. Das Stimmungsbild war nicht eindeutig.
Eingerahmt wurde der Abend durch ein geistliches Wort am Anfang und einen Segen am Ende.

Luise Spiske, Pfarrgemeinderätin

  • Was hat sich bewährt, was ist uns wichtig?

Wir wollen Glauben in Gemeinschaft teilen in regelmäßigen, sonntäglichen Gottesdiensten, in vertrauter Weise mit Eucharistie, als Familien-, Kinder- oder Wortgottesdienst, in Alten- und Pflegeheimen und auch ökumenisch.
In vielfältigen Gruppen Gemeinde und Gemeinschaft vor Ort und außerorts leben ist uns ebenfalls wichtig. Für deren Arbeit und unterschiedlichste Veranstaltungen steht der Gemeinde das Bischof-Colmar- Haus zur Verfügung. Damit die Gruppen und Gremien auch in Zukunft einen guten und zentralen Treffpunkt haben, ist der Erhalt dieses Hauses für St. Bonifatius sehr wichtig.
Unser Pfarrbus ermöglicht uns ebenfalls Gemeinschaft zu leben. Er wird regelmäßig für Seniorenfahrten und Gruppenaktivitäten von Ministranten, Jugendlichen, Firmbewerbern und Erstkommunionkindern genutzt. Auch diese Möglichkeit der unabhängigen Mobilität sollte unbedingt erhalten bleiben.
Um unsere katholische Identität zu erhalten, soll die Lehre des Glaubens auch weiterhin in Form von Religionsunterricht, und Erstkommunions- und Firmvorbereitung stattfinden.

  • Über welche Kompetenzen verfügen wir?

Musik: Seit Jahrzehnten wird unsere Orgel von Organist*innen gespielt, und es ist bisher immer wieder gelungen, neue zu gewinnen. Des Weiteren verfügen wir über verschiedene Instrumentalkreise und zwei Kirchenchöre.
Aktivitäten für alle Lebensphasen: Für Kinder und Jugendliche bieten wir neben Kindergottesdiensten, eine Mutter- Kindgruppe („Bonikids“), Messdiener, „Bonitreff“ und zwei Pfadfinderstämme. Erwachsene bringen sich in die Vorbereitung der Erstkommunion und Firmung, als Lektoren und Kommunionhelfer ein oder gestalten Gottesdienste in den Pflege- und Seniorenheimen sowie Seniorennachmittage, führen Glaubensgespräche, treffen sich im Bibelkreis und halten Vorträge.
Spezialisten: Gemeindemitglieder bringen sich in Kreativgruppen ein und mit ihrem handwerklichen Können oder ihrem Wissen in verschiedenen Fachgebieten wie dem IT-Bereich, der Juristerei, der Architektur und Wirtschaft.
Viele Kompetenzen einzelner Gemeindemitglieder sind noch ungenutzt. Es gilt sie zu aktivieren und zu pflegen.

  • Welche Herausforderungen erkennen wir?

Eine Aufgabe für die Zukunft wird es sein, nicht nur Gottesdienste interessant und abwechslungsreich zu gestalten, sondern auch neue Gottesdienstformen zu entwickeln und dabei der Spiritualität genügend Raum zu geben. Wir gehen davon aus, dass die Akzeptanz von Gottesdiensten ohne Eucharistie zunächst nicht groß sein wird.
In der zukünftigen Gemeindearbeit müssen Kompetenzen der Hauptamtlichen an Laien abgegeben werden, und zwar in verbindlicher Form. Weiterhin soll dem Ehrenamt mehr Wertschätzung entgegenkommen. Ein vermehrter Austausch unter den Ehrenamtlichen soll sie in ihrer Arbeit bestärken. Es besteht der Wunsch, dass für die Gemeindearbeit mehr junge Erwachsene gewonnen werden.
Dem Mangel an Priestern/Diakonen soll durch Abschaffung des Zölibats und Zulassung von Frauen zu Weiheämtern entgegentreten werden. Die Attraktivität pastoraler Berufe muss erhöht und ein Quereinstieg in pastorale Berufe gefördert werden.
Auch wenn unsere Pfarrei mit anderen in einer Groß-Pfarrei aufgeht, soll sie nicht ihre Identität verlieren.

  • Wo sehen wir Schwierigkeiten?

Es muss Einigkeit in der Vorgehensweise bestehen. Der Weg des Pastoralen Weges muss der Gemeinde klar kommuiziert werden, damit sie ihn mitgehen kann. Beschlossene Reformen sollen zügig umgesetzt werden. Ohne Akzeptanz der neuen pastoralen Laienaufgaben wird es nicht gehen. Des Weiteren müssen die Grenzen des Ehrenamtes erkannt und geachtet werden. Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern wird immer schwieriger. Die Ökumene muss weiter vorangebracht werden. Ohne Jugend und Frauen geht es nicht; ihr Einsatz braucht mehr Wertschätzung. Der Pastorale Weg wird weniger steinig sein, wenn der Abbau von Hierarchien vorangetrieben und die Eigenverantwortlichkeit der Gemeinden gestärkt wird.

  • Worauf können wir gegebenenfalls verzichten?

Wir verzichten gerne auf Entscheidungen von oben, Bevormundung, Hierarchien, übertriebene Bürokratie und „Pomp und Gloria“ in der Amtskirche.

Es besteht der einheitliche Wunsch, dass vor Ort sonntags Gottesdienste stattfinden, auch wenn wegen des zunehmenden Priestermangels nicht immer eine Eucharistiefeier möglich ist. Darauf können wir nicht verzichten.

 

Start der Themengruppen „Neue Strukturen“ und „Finanzen und Verwaltung“

Die Themengruppe „Neue Strukturen“ hat zum Ziel, Kriterien zu entwickeln, anhand derer sich die Pfarrgemeinden zusammenschließen können und daraus auch Vorschläge für mögliche Gliederungen zu erarbeiten. Sie soll die Aufgaben der einzelnen Ebenen in der neuen Pfarrei definieren und Leitungsmodelle für sie entwickeln. Also, welche Aufgaben auf welcher Ebene sollen von welchen Hauptamtlichen wahrgenommen werden, welche von Ehrenamtlichen und wie soll die Gremienstruktur in den neuen Pfarreien aussehen. Außerdem soll sich die Gruppe um die Gemeinden anderer Muttersprachen und das Ökumenische Gemeindezentrum (OEGZ) kümmern.

In der Themengruppe „Finanzen und Verwaltung“ geht es um Vermögensressourcen, Einnahmen- und die Ausgabenseite, Prüfung von professionellem Personaleinsatz in neuen Bereichen, Verwaltung, Pfarrbüros und eine Kommunikationsstruktur für die neuen Pfarreien. Die gute Nachricht ist, dass das Bistum in dieser Phase keine Bewertung der Immobilien von uns erwartet. Das Bistum hat auch die Bitte um Aufschub positiv beantwortet, bis zur Abgabe des Konzeptes haben die Dekanate nun bis November 2021 Zeit, wir haben also ein halbes Jahr damit gewonnen.

Patricia Buschbeck

 

Das Friedenslicht leuchtet auch 2020!

Die Friedenslichtaktion 2020 steht unter dem Motto „Frieden überwindet Grenzen“ und findet ab Sonntag, 13. Dezember 2020, zum 27. Mal in Deutschland statt. Die internationale Aussendungsfeier des ORF-Friedenslichtes findet aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage ohne Anwesenheit der internationalen Delegationen statt. Dafür gibt es in diesem Jahr die Möglichkeit für alle, virtuell dabei zu sein.
Es wird mehrere dezentrale Aussendungsfeiern geben und das Licht wird auch unsere Gemeinde erreichen!

Weitere Informationen gibt es unter www.friedenslicht.de und auf unserer Gemeinde-Homepage in den aktuellen Mitteilungen!

 



Sternsingeraktion 2021

Um niemanden zu gefährden, können 2021 die Sternsinger leider nicht persönlich zu Ihnen nach Hause kommen.
Den Segen für das neue Jahr und die Hilfe für Kinder in Not wollen wir aber trotzdem ermöglichen, deshalb werden Erwachsene den Segen verteilen. Bitte melden Sie sich wie gewohnt im Pfarrbüro an. Falls bei Ihnen das Segenszeichen an einer inneren Wohnungstüre angebracht wird, werden wir ihnen den Aufkleber in den Briefkasten werfen. Ihre Spende für das Kindermissionswerk können Sie mit dem Stichwort „Sternsinger“ auf das Konto IBAN DE37 5085 0150 0024 0039 73 BIC: HELADEF1DAS Spk Darmstadt überweisen, oder in einem Umschlag mit dem Stichwort im Pfarrbüro einwerfen.

Br. Martin Kleespies, Pfr.

 


St. Martin, mal ganz anders...

In diesem Jahr gab es kein Martinsspiel, keinen Laternenzug, keine Martinsbrezeln am Feuer.
Dennoch haben wir geteilt wie der Heilige Martin. Wir haben Licht miteinander geteilt und die Welt um uns herum etwas heller gemacht.
Alle Kinder waren aufgerufen, nach einer Idee und Vorlage des Bistum Mainz eine Laterne zu basteln und diese in der Zeit vom 8. bis 15. November ab 18:00 Uhr ins Fenster zu stellen. Wir haben diese Aktion aufgegriffen und für unsere Gemeinde erweitert.
Viele Kinder kamen unserer Einladung nach und stellten die Lichter ins Fenster. Auf der Homepage haben wir die Straßen veröffentlicht, in denen bei einem abendlichen Spaziergang die Laternen gesucht und angeschaut werden konnten. Einige Familien haben Fotos gemacht und eingeschickt. Diese können in der Heilig Geist Kirche bewundert werden. Für alle Kinder, die sich an der Aktion beteiligt haben, gibt es in der Adventszeit eine kleine Überraschung.

Angelika Franz

 

Singen in Gemeinschaft – von Corona gestoppt

Singen in Gemeinschaft – vielfach gepriesen und nachweislich gesundheitsfördernd – wurde durch Corona ins Gegenteil verkehrt: In Corona-Zeiten gefährdet das Singen in Gemeinschaft die Gesundheit der Sänger und auch der Zuhörer. Darum seit Mitte März keine Chorproben, kein gemeinsames Singen im Gottesdienst. Leider wird das noch monatelang so bleiben: Kein Adventssingen, kein „Stille Nacht, heilige Nacht“ in der abgedunkelten Kirche zur Christmette. Aber wir – Chormitglieder und alle, die im Gottesdienst gerne mitsingen – sollten unsere Stimmen pflegen, damit wir im ersten Festgottesdienst ohne Corona-Beschränkungen froh und dankbar anstimmen können: „Großer Gott wir loben dich“.
Dazu hier ein paar Vorschläge:
Schon normales, deutliches Sprechen kann als Stimmtraining gelten. Vor sich hin summen, etwa beim Spazierengehen, entspannt und ist Balsam für die Stimme. Sehr empfehlen kann ich darüber hinaus, die Stimme gelegentlich von tief nach hoch und umgekehrt gleiten zu lassen; damit können wir unseren Tonumfang prüfen, erhalten und sogar erweitern. Experten achten dabei auf stufenloses weiches Gleiten von der hohen zur mittleren Lage und bis hinab zum bauchigen Brummen. Das gelingt und klingt am besten mit möglichst wenig Druck bei geringer Lautstärke. Schön und hilfreich ist es, ein passendes Lied etwa aus dem Gotteslob zu singen. Es heißt ja, wer singt, betet doppelt. Das kann auf keinen Fall schaden in dieser gewiss einmal vorübergehenden Situation.

Bernhard Schumacher und Martin Koldau

 

Lebendiger Adventskalender

Auch in diesem Jahr wird in Seeheim und in Malchen – bis auf wenige Ausnahmen jeweils um 18 Uhr – jeden Tag an einem anderen Haus ein Adventsfenster „geöffnet“. Sie sind alle herzlich eingeladen, zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Evt. kurzfristige Änderungen finden Sie auf www.ev-kirche-seeheim-malchen.de.

  • Di, 01.12: Familie Sames, Kätchen-Kling-Weg 45, Seeheim
  • Mi, 02.12: Amselweggemeinschaft, Amselweg 4, Seeheim
  • Do, 03.12: Dorfgemeinschaft Malchen, Unter der Linde,
    Frankensteiner Straße, Malchen
  • Fr, 04.12: Familie Stelter, Odenwaldstr. 18A, Seeheim
  • Sa, 05.12: Familie Hofmann, Schloss-Str. 31, Seeheim
  • So, 06.12: Hausgemeinschaft Heidelberger Str. 11, Seeheim
  • Mo, 07.12: Ehepaar Grün, Burgstr., Seeheim
  • Di, 08.12: Familie Brückner, Sandstr. 49, Seeheim
  • Mi, 09.12: Kirchenband „Kraftstoff“, Altes Pfarrhaus, Bergstr. 3, Seeheim
  • Do, 10.12: Laurentiuskindergarten, Im Weedring 47, Seeheim
  • Fr, 11. 12: Jugendcafé, Altes Pfarrhaus, Bergstr. 3, Seeheim
  • Sa, 12.12: Adventsspirale, Altes Pfarrhaus, Bergstr. 3, Seeheim
  • So, 13.12: Familie Kraft, Sandstr. 66, Seeheim
  • Mo, 14.12: Familie Dette, Am Hermertsberg 2, Seeheim
  • Di, 15.12: Konfirmandinnen und Konfirmanden, Pfarrer-Reith-Haus, Im Weedring 47, Seeheim
  • Mi, 16.12: Taizé-Andacht, Laurentiuskirche, Seeheim
  • Do, 17.12: Familie Donitza, Beethovenring 31, Seeheim
  • Fr, 18.12: Familie Müller-Eberle, Haydnweg 5, Seeheim
  • Sa, 19.12: Frau Becker, Sandstr. 51, Seeheim
  • So, 20.12: statt Fenster Waldweihnacht:Treffen 15:30 Uhr, Laurentiuskirche,
    Beginn 16:00 Uhr im Teepavillon bei Schloss Seeheim
  • Mo, 21.12: Familie Rauwolf, Lohndorfstrasse 26, Seeheim
  • Di, 22.12: Familie Bruchmüller/Jäckering, Im Gründchen 20, Seeheim
  • Mi, 23.12: Familie Siebel/Stickler, Sandstr. 39, Seeheim
  • 24.12: Herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten und Aktionen in Malchen und Seeheim

Kirsten Sames und Franziska Siebel

 

Neues aus Khurda

Durch die Spende des Eine-Welt-Kreises (EWK) und der Gemeinde Bickenbach Ende 2019 konnte das Gesundheitszentrum in Khurda neue Matratzen, Kissen und Decken, einen Wasserfilter und die Pflasterung des Weges vor dem Gebäude finanzieren sowie weiterhin Medikamente. Mehr als 9000 Patienten wurden dieses Jahr behandelt, hauptsächlich Kinder und ältere Menschen. Viele Kinder waren von Malaria und Typhus betroffen. Sie kommen meistens zu Fuß aus sehr weit entfernten Dörfern im Umkreis von 20 km. Bei den älteren Menschen hat sich Sr. Sandhya besonders um kranke und bettlägerige Patienten gekümmert. Das Gesundheitszentrum arbeitet auch hart daran, die Tuberkulose durch Sensibilisierungsprogramme und Gesundheitserziehung zu verhindern und hat zwei Gesundheitslager organisiert.
Das Leben für indische Familien ist in der Corona-Krise viel schwieriger geworden, auch in Khurda. Viele arme Migranten und Hausangestellte, die in verschiedenen Staaten arbeiteten, kehrten zu ihren Familien zurück und konnten kein Geld mehr verdienen. Der EWK hat im April entschieden, eine Spende zur Hilfe in dieser schwierigen Zeit an das Gesundheitszentrum und die Schule zu überweisen. Damit konnten Lebensmittel an rund 180 Familien aus fünf Dörfern verteilt werden. Im September war Khurda noch von keinem Corona-Fall betroffen.
Sr. Sandhya geht zu Fuß von Haus zu Haus in die Dörfer, um die Patienten zu behandeln, die an verschiedenen Krankheiten leiden.
Die nächste Unterstützung des EWK an das Gesundheitszentrum wird ein Motorroller sein, um die Patienten in den Dörfern schneller erreichen zu können. Auch wenn die Mahatma-Gandhi-Schule wegen Corona immer noch geschlossen ist, möchte der EWK ein wichtiges Projekt unterstützen: den Bau separater Toiletten für Jungen und Mädchen. Bei unserem letzten Besuch im Januar 2019 ist uns der Bedarf für neue Toiletten mit Türen und einer Trennung zwischen Jungen und Mädchen als Höchstpriorität aufgefallen. Diese sollten als nächstes realisiert werden.
Für die Finanzierung dieses Projektes sowie für die Finanzierung einer Lehrerstelle für naturwissenschaftlichen Unterricht in englischer Sprache werden noch Sponsoren gesucht.

Der Eine-Welt-Kreis

 

Arbeitskreis Christen in Bickenbach

Coronabedingt haben wir unser vorgesehenes Programm für 2020 teilweise nach 2021 verlegt. Das Motto „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,14), das uns als Jahreslosung 2020 begleitet, bringt uns zum Nachdenken, woher die Schwierigkeiten beim Glauben kommen können. Ein Grund liegt bestimmt darin, dass durch den schnellen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn der Eindruck entsteht, wir nähern uns im Eiltempo der naturwissenschaftlichen Lösung der letzten Rätsel, so dass man die „Hypothese Gott“ nicht mehr benötigt. In diesem Sinn hat sich schon der französische Astronom und Mathematiker Pierre-Simon Laplace, der Überlieferung nach, vor ungefähr 200 Jahren gegenüber Napoleon geäußert.
Zu diesem wichtigen Thema, inwieweit Naturwissenschaft und Glaube miteinander vereinbar sind, konnten wir die Darmstädter Physikprofessorin Dr. Barbara Drossel für einen Vortrag gewinnen. Als gläubige Christin und Wissenschaftlerin beschäftigt sie sich in Vorträgen und Veröffentlichungen u. a. intensiv mit dieser Frage. Wir hoffen, dass der Vortrag in der 17. Kalenderwoche 2021 stattfinden kann, passend zu dem in dieser Zeit zu hörenden Evangelium vom „ungläubigen Thomas“. Näheres wird noch bekannt gegeben.
Falls Sie gerne jetzt schon mehr zum Thema lesen möchten, könnte Ihnen der Blog von Professorin Drossel gefallen: https://glaubenaturwissenschaft.blogspot.com . Jeden Sonntag soll ein neuer Beitrag gepostet werden.
Anfang 2021 wollen wir uns am Freitag, 24. Januar 2021, 19:30 Uhr mit einem Gottesdienst der „Gebetswoche für die Einheit der Christen 2021“ anschließen. Die Texte für die Gebetswoche wurden dieses Mal von der monastischen Kommunität von Grandchamp (liegt in der französischen Schweiz) vorbereitet (www. grandchamp.org). Das gewählte Thema „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ basiert auf Joh 15,1–17 und geht zurück auf die Berufung der Gemeinschaft von Grandchamp zu Gebet, Versöhnung und Einheit in der Kirche und der Menschheitsfamilie. Nach jetzigem Stand findet der Gottesdienst in den Räumen der Baptistengemeinde Bickenbach ( gegenüber dem Bahnhof) statt. Wir bitten Sie, die aktuellen Bekanntmachungen zu beachten!
Leider mussten wir Ende Oktober von Klaus Lerch, einem der Gründer unseres ökumenischen Arbeitskreises, Abschied nehmen. Er war über 25 Jahre als Koordinator unsere „treibende Kraft“ und hat mit hohem Engagement daran gearbeitet, unter Wahrung der jeweiligen Prägungen der beteiligten Konfessionen die gemeinsame Mitte „Jesus Christus“ hervorzuheben und gemeinsame Aktivitäten zu ermöglichen. In dankbarer Erinnerung gedenken wir seiner! † Herr, lass‘ ihn ruhen in Frieden! †

Wolfgang Krichbaum